Stadträte im Kreuzverhör

Stadträte im Kreuzverhör. TLZ vom 10. März 2001

Thüringische Landeszeitung vom 10. März 2001

Unbequeme, aber an Politik interessierte Fragen der Schiller-Gymnasiasten

Weimar. (tlz/majo) „Wer von Euch würde denn wählen gehen?“, wollte Ullrich Walter stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion im Weimarer Stadtrat, von den rund 70 Jugendlichen wissen, die zu einer Diskussionsrunde unter dem Motto „Schüler fragen — Politiker antworten“ im Schillergymnasium erschienen waren. So reagierte er auf die Frage, ob es Sinn mache, das Mindestalter für die Teilnähme an Kommunalwahlen auf 16 Jahre herabzusetzen. Dass sich fast alle meldeten, hieße aber nichts, bewertete er die Reaktion der Gefragten, da man politikinteressierte junge Leute nicht dem repräsentativen Durchschnitt zuordnen könne.

Den acht eingeladenen Vertretern aus fast allen Fraktionen des Stadtrates zu zeigen, dass die hiesigen Jugendlichen durchaus ein Interesse an Politik haben, war das Ziel der Veranstaltung. Nach Einschätzung der Lehrerin Monika Becker, die die Podiumsdiskussion zusammen mit Schülern der Klasse 10d und des Kurses der 11. Klasse im Sozialkundeunterricht geplant und organisiert hatte, wurde dieses Ziel auch erreicht.

Die Politiker mussten sich einer großen Bandbreite von Fragen stellen, die den Jugendlichen auf den Nägeln brannten. So war natürlich die Schließung verschiedener Jugendclubs ein Thema, die im Stadtrat als Maßnahme zur Einsparung von Kosten vorgeschlagen worden ist.

•     Nicht leichtfertig

Gedrucktes

Der Parteilose Michael Hasenbeck  erklärte, dass kein Politiker leichtfertig über die Kürzung von Geldern für Jugendprojekte entscheide, dass aber auch diese Eirnichtungen sich einer trockenen Kosten-Nutzen-Rechnung unterziehen müssten, wenn es um die ständige Suche nach Sparmöglichkeiten ginge.

Eine wichtige Frage, die von allen Weimarern ganz besonders die Schüler des Schillergymnasiums betrifft, ist die nach einer neuen Dreifelderhalle in Weimar. Die Schillerschule hat keine eigene Turnhalle, sondern muss zum Teil aufs Stadion ausweichen, wo vor einiger Zeit sämtliche Sportgeräte aus Sicherheitsgründen gesperrt wurden. Dirk Müller von der PDS machte deutlich, dass der Ersatz der alten Schwimmhalle zur Zeit der Entscheidung Priorität hatte, und dass es bis zum Baubeginn der Dreifelderhalle nach wie vor noch einige Zeit dauern werde.

Advertisements

Ein Kommentar

Eingeordnet unter 02 Gedrucktes (DI), TLZ

Eine Antwort zu “Stadträte im Kreuzverhör

  1. Pingback: Gymnasiasten fragen Politiker « martinJost.eu

Sag, was du denkst!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s