Noch zwölf Tage Weihnachten

The X-Mas Files

Von Christopher Mas

Einführung

Jeder, der entweder Amerikaner oder ähnlich durch ist, wird sich schon mindestens einmal im Leben mit einem Phänomen namens Area 51 beschäftigt haben. Es handelt sich hierbei um eine geheime Militärbasis in der Wüste Nevadas. Diese geheime Militärbasis ist wirklich verdammt geheim und von Warnschildern an hohen elektrischen Zäunen umgeben, auf denen man lesen kann, dass man nicht mehr lebend heraus kommen wird, wenn man überhaupt rein kommt.

Der Normalbürger geht hundertprozentig davon aus, dass hier die in den sechziger Jahren mit ihrem Raumschiff in Roswell abgestürzten außerirdischen Wesen, tot oder lebendig, aber wahrscheinlich eingefroren, verwahrt werden um ab und zu seziert zu werden. Auch das kaputte Raumschiff der Aliens liege hier in einem Hangar und seine rätselhafte Technologie würde genauestens untersucht um die daraus gewonnenen Kenntnisse für den Bau eigener Flugmaschinen einsetzen zu können. Nicht selten werden in der Nähe von Area 51 Ufo-Sichtungen gemeldet, die die Army und Navy aber auch jedes Mal mit der Erklärung abtun, sie testen hier neue Technologie, vor allem neue Flugzeuge, die im militärischen Bereich eingesetzt werden soll und was die Zeugen sahen war außerdem ein Wetterballon. Und es darf nicht in Zeitungen, die die Russen in die Hände bekommen könnten, darüber spekuliert werden.

Viele Artikel wurden bereits geschrieben über Area 51, in denen man oft sogar Interviews mit angeblichen ehemaligen Mitarbeitern der Basis lesen kann und die zu großen Teilen originellere Titel haben als diese Serie, nur sind sie leider alle nicht wahr. Mein Bericht schon, denn alles, was ich hier beschreibe, habe ich eigenhändig ermittelt.

Da ich mich nämlich als Mitarbeiter einer vielgelesenen Boulevard-Zeitung erstens für dazu verpflichtet halte dem Volk dieser Erde zu erlauben sich seine Meinung zu bilden und mich zweitens für absolut unfehlbar halte – eine Eigenheit der Journalisten dieser Tage –, beschloss ich kürzlich, mit zwei Kollegen in Area 51 einzudringen und Informationen zu sammeln und aufzuschreiben. Hier folgt nun mein Bericht.

Kapitel 1. Die Planung

Dieses Kapitel handelt von den Vorbereitungen, die wir für unsere Mission im Auftrag der Wahrheit trafen. Sie, lieber Leser, werden meine Vorbereitungen aber sicher weniger interessieren, weil Sie die Action wollen. Deshalb wird dieses Kapitel hier ausgespart und stattdessen am Montag im «RealLifeMagazine» abgedruckt und ich gehe zu Kapitel 2 über.

Kapitel 2. Einbruch in Area 51 und die erste Überraschung

Nachdem wir also mit dem Erwerb dreier Schnellfeuerwaffen des Typs Fast Peace 2072 AbCd (400 Schuss/Sekunde, Reichweite 3000 Meter mindestens, 5dB Schalldämpfer, Kräuterschulterkissen für bequemes Abschießen gratis dazu) in Mrs. Fredericksons Laden an der Ecke auch die allerletzten Reisevorbereitungen abgeschlossen hatten, entwendeten wir bei einer Autovermietung einen Jeep und machten uns auf den Weg nach Nevada. Eine Wüste war schnell gefunden und mit Hilfe eines Mannes, der sich aufs Kartenlesen verstand, standen wir auch bald an den Toren von Area 51. Schon vor unserer Ankunft waren wir auf zahlreiche Armeepatrouillen gestoßen, die uns vor der Weiterfahrt gewarnt hatten. Wir nahmen uns nach der Kontaktaufnahme Zeit sie sämtlich mit ihren Wagen zu begraben und beschlossen dann, dass wir nur in der Luft weiterkommen konnten. Bei einem ansässigen Farmer, der hier für das Army-Camp Hanf für die Herstellung von wiederverwertbaren Uniformen anbaute, nahmen wir einen Düngerhelikopter mit und machten uns durch die Lektüre seines Schnell-Handbuches ausführlich mit seiner Bedienung vertraut, denn keiner von uns hatte bis dahin mehr als einen Autoführerschein. In dem Moment, in dem wir die Abgrenzung des Sperrgebietes Area 51 überflogen, erblickten wir am Horizont auch schon einen Luft-Abwehr-Jet, der ziemlich flott auf uns zuhielt. Glücklicherweise hatte unser Pilot das Handbuch zweimal gelesen, so dass wir mit Leichtigkeit den Zielsuchraketen auswichen. Kaum, dass wir unsere Maschinengewehre angelegt hatten, fiel der Fighter auch schon aus allen Wolken. Seine Explosion, so meinten wir, habe bestimmt Aufmerksamkeit erregt. Diese Vermutung und die Tatsache, dass Michael unseren Kerosintank durchschossen hatte, brachte uns dazu, zu landen und zu Fuß den weiten Weg fortzusetzen. Zum Glück war diese Wüste nicht so groß wie die Sahara, die ich einmal für ein Interview auf der Suche nach nomadisierenden Terroristen durchqueren musste.

Wir warfen immer ein paar Steine vor uns her und nutzten unsere Infrarotstrahler um Erschütterungen und menschliche Körperwärme zu simulieren, was die Minenfelder auch tatsächlich dazu veranlasste vor uns in die Luft zu gehen. Auf diese Weise schafften wir es, leise und unbemerkt bis zu den Verwaltungszentren und Hangars vorzustoßen. Wir machten mit unseren Röntgenkameras aus den Corn-Flakes-Packungen der letzten Woche einen vergrabenen Eingang ausfindig, öffneten ihn und kletterten eine lange Leiter hinab. Selbige besaß mehr als drei Stufen, sagte Michael, der mitgezählt hatte und reichte laut Jonny weiter hinab als sein zwei-Meter-Zollstock. Meiner Uhr zufolge kamen wir nach etwa einer Stunde unablässigen Kletterns durch den sehr engen Schacht an der Leiter hinab auf sicherem Boden an.

Der Leiterschacht hatte in einen sehr tief untenen Korridor geführt, in dem außer dem Schacht nur noch der Fahrstuhl sein Ende fand…

© 1998, 2009 Martin Jost

Wie wird dieses Abenteuer ausgehen? Was wird Chris in dem unterirdischen Korridor entdecken? Es geht zur Sache! Morgen in «The X-Mas Files».

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Eingeordnet unter 04 Groschenromane (DO), The X-Mas Files

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