Von Unseriös bis Spaßverbot – Wie witzig darf eine Uni twittern?

BarCamp Freiburg

Ich bin beim BarCamp Freiburg.

BarCamps sind ein Tagungsformat des Latte-Laptop-Prekariats (Hipster, freie Social-Media-Consultants, digitale Bohème). Total frei, offen, spontan und alles. Ich lese mich selbst erst noch durch den Wikipedia-Artikel, aber es zeichnet sich ab, dass mir dieses Format großen Spaß machen könnte.

Ein BarCamp versteht sich als Un-Konferenz, weil die Zusammenkunft nicht von oben herab organisiert wird, sondern die Teilnehmer selbst Ablauf und Inhalte festlegen. Und zwar kurzfristig. Das BarCamp dient nach meinem Verständnis nicht der frontalen Präsentation von Ergebnissen einer ewigen Recherche, sondern das Meiste geschieht vor Ort: Denken, durchdenken, ausdenken, austauschen.

Das BarCamp Freiburg wird von der Dialogwerkstatt der Uni angerührt. Roter Faden soll die Arbeit an einer Social-Media-Strategie für die Uni werden. Teilnehmen kann jeder. Es kommt gut, wenn man bei seiner Anmeldung auch ein eigenes Thema vorschlägt.

Lieber lustig oder lieber nicht?

Mein Thema heißt: »Karikatur, Ironie, Satire – Wie „unernst“ darf eine seriöse Institution kommunizieren?« Ich werde mir ein Namensschild basteln, auf dem steht: „Humorexperte“. Ich stelle mir eine moderierte Diskussion vor, zu der ich vor allem Leitfragen beitrage: Kann eine Uni lustig sein? Wie viel Selbstironie tut gut? Ist Humor überhaupt erlaubt oder macht das nur unseriös? Was sind Grenzen des institutionellen Quatsches? Wie sehr hängt eine erfolgreiche Social-Media-Strategie von der Albernheit im Twitter-Cockpit ab? Wie ernst muss man sich nehmen, um unfreiwillig komisch zu sein?

Ich will meinen Workshop am Freitag geben. Wann genau, kann ich noch nicht sagen, denn das wird mit Beginn der Un-Konferenz im Rudel ausgedealt.

Ich werde auf jeden Fall auf fudder.de und im besten Fall auch hier über das BarCamp Freiburg schreiben. An der Frequenz meiner Bloggungen sollst du meine Vorbereitetheit erkennen. Aber auch, wenn ich bis November nichts mehr blogge, ist alles gut. Ein BarCamp lebt ja zum Glück viel mehr als von der Vorbereitung des Themenvorschlagers von dem, was alle Teilnehmer an Debattenkultur und ad-hoc-Kreativität mitbringen. Wenn ich den Wikipedia-Artikel richtig verstanden habe.

Das könnte lustig werden.


Das BarCamp Freiburg am Freitag, 26. und Sonnabend, 27. Oktober 2012 „soll parallel zu den administrativen Prozessen in der Universität eine offene Diskussion zum Thema Social Media liefern. Der interessante Mix aus Personen und Themen wird nach unserer Erwartung den Blick auf die Zukunft schärfen und den Handlungsbedarf rund um Social Media an der Universität und darüber hinaus verdeutlichen.“


Sozialer:

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