Archiv der Kategorie: 02 Gedrucktes (DI)

Presseveröffentlichungen aus der Feder von Martin Jost.

Kategorischer Imperativ, angewandt

Ein heranwachsender Vegetarier macht sich früher oder später Gedanken über die Zukunft und kommt auf eine wichtige Frage. Die Frage lautet: Wenn ich im 24. Jahrhundert leben würde und die Welt sähe so aus wie durch die Science-Fiction-Serie «StarTrek» vorhergesagt – würde ich dann Fleisch aus dem Replikator essen?

Auf Holz

Eine gekürzte Fassung dieses Artikels erschien am 1. Oktober 2015 in der «Berliner Zeitung».


Immerhin wäre dann – so die Zukunftsvision von StarTrek – alle Nahrung auf Molekülebene in einer High-Tech-Wichtelwerkstatt zusammengebastelt. Denn die Technik der Science-Fiction hat die Umwandlung von Energie in Materie und zurück gemeistert. Nichts, was es auf einem Raumschiff der Sternenflotte zu essen gibt, wäre irgendwo tatsächlich gewachsen. Schon gar nicht an einem lebenden Tier.

Die Frage gehörte eben noch ins Reich der Kreativität, aber plötzlich ist sie viel weniger fantastisch. Denn Forschern ist es erstmals gelungen, Fleisch im Labor herzustellen. Dieses genetische Rindfleisch ist in einer Petrischale und nicht am Körper einer Kuh gewachsen.

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Die Lemminge sind tot

Magistersaurus Rex (o. Der letzte Mohigister o. Wie die Lemminge)

Wie es ist, Langzeitstudent zu sein und einen aussterbenden Abschluss bis zuletzt auszukosten

Wenn Martin im nächsten Jahr sein Studium beendet, wird es drei Päpste und ebenso viele Universitätsbibliotheken überdauert haben. Eigentlich wollte er nie Langzeitstudent werden. Jetzt im Alter sieht er das gelassener. Trotzdem Zeit, fertig zu werden. Auch wenn es gerade erst richtig schön wird.
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Gedrucktes (52)

Umta-umta-umta-dei-Mudder-ufftata


„Deine Mutter“: Hip-Hop von der Marching Band „Moop Mama“

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Es gibt einen Trend im Land: Junge Bläser erkunden für die Blasmusik ungewöhnliche Stilrichtungen in Marching-Band-Formationen. Sie schreiben eigene Songs, vergolden Hits; sie spielen unangekündigte Guerilla-Gigs und vor vollen Hallen; sie nehmen Alben auf und werden auf YouTube populär. Heute stellen wir Ihnen „Moop Mama“ vor.
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Erster Eindruck: „Blassportgruppe“ für zehn Jahre Jüngere. Statt Michael Jackson und Nineties-Rock spielen „Moop Mama“ scharfkantigen Hip-Hop. Musik wie Text sind dabei voller Zitate. Skater-Style und Hip-Hop-Habitus tragen sie weniger ironisch auf als die „Blassportgruppe“ ihre Bolzplatz-Leibchen. „Moop Mama“ wirken in ihrem Genre mit Liebe verankert. Ihre erste CD heißt „Deine Mutter“, die Tour „Deine Mutter ihre Tour“.

Gedruckt in der «blasmusik» • Ausgabe September 2012

Gedruckt in der «blasmusik» • Ausgabe September 2012

„Rap ist meine Geliebte / Sie schläft in meinem Bett / Aber zahlt keine Miete“, singt Keno Langbein im Track namens „Geliebte“. Er ist ein „Master of Ceremonies“ (MC) der alten Schule. Langbein kann freestylen, das heißt: zum Beat in Echtzeit ins Mikrofon reimen. Spontan improvisierte Texte wie aus dem Maschinengewehr. Beim Konzert auf dem Freiburger Zelt-Musik-Festival – dem ersten Freiburgbesuch der Münchner Band – steigt er hin und wieder von der Bühne und macht einen Rundgang durchs Spiegelzelt. Foppt die Sitzgäste, die an der Seite an ihren Tischen was trinken, statt auf der Tanzfläche zu schwitzen. Macht sich über die einschläfernde Wirkung des Bieres lustig – alles spontan gereimt und gerappt. „Moop Mamas“ Texte drehen sich um Liebe und um Hip-Hop selbst. Und um die Liebe zum Hip-Hop. Sie werden aber auch politisch: Weiterlesen

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Gedrucktes (51)


Neue verbindliche Vorlagen
für Spendenbescheinigungen

Rubrik Recht + Rat in blasmusik September 2012

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„Es wird seitens der Finanzverwaltung nicht beanstandet, wenn bis zum 31. Dezember 2012 die bisherigen Muster für Zuwendungsbestätigungen verwendet werden“ – das ist Bundesfinanzverwaltungsdeutsch und meint: Bitte überarbeiten Sie Ihre Spendenbescheinigungen sofort! Die neuen Muster sind für alle Spendenbescheinigungen verbindlich – und wörtlich zu übernehmen.

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Titelbild blasmusik September 2012

Gedruckt in «blasmusik» • September 2012

Zuletzt gab es 2011 ein Rundschreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) „über die Gestaltung von Zuwendungsbestätigungen zum steuerlichen Spendenabzug nach §10 EStG“ – umgangssprachlich Spendenbescheinigung“ genannt. Spendenbescheinigungen sind das tägliche Brot eines jeden Kassenwarts, wollen doch Spender von der Möglichkeit Gebrauch machen, ihre Leistungen an den gemeinnützigen Verein vom eigenen Steueraufkommen abzusetzen.

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Gedrucktes (50)

Social TV: Nie wieder alleine Tatort schauen

Durch Social TV wird die Glotze wieder lustig – weil man gleichzeitig Fernsehen schauen und im Internet darüber plaudern kann

Von unserem Mitarbeiter Martin Jost

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Erinnert sich noch jemand an Fernsehen? Eure Eltern kennen das. So ähnlich wie Youtube, aber man kann immer nur das gleiche wie alle anderen kucken. Filme selber hochladen geht nicht und die Kommentarfunktion ist auch geschlossen. Es gibt jetzt einen Trend, der Fernsehen wieder lustig macht: Social TV. Das heißt, du schaust fern und bist gleichzeitig im Internet, wo du dich mit Leuten, die du gar nicht kennst, über das Programm auslässt.

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Nie wieder alleine Tatort schauen BZ

«Badische Zeitung» vom 27. September 2012 • Zum Lesen als PDF auf das Bild klicken.

Der erste Sonntag im September. Viertel neun sitzen acht Millionen Deutsche vor ihren Fernsehern und sehen dasselbe: den altbackenen Vorspann zu einem neuen „Tatort“. @hosae twittert: „An was man merkt, dass Sonntagabend ist: Zuerst dumme „Schwiegertochter gesucht“ Tweets und anschliessend wird der ganze Tatort kommentiert.“

@hosae hat sich an diesem Abend auf Twitter umgeschaut und gesehen, worüber die anderen Mikroblogger schreiben. Erst lästern sie über eine Reality-Show bei den Privaten, dann kommentieren sie die neueste Folge der Krimireihe im Ersten. Social TV könnte Nischenhobby einiger hipper Internetnutzer bleiben oder der Trend sein, der das Fernsehen rettet wie Pokémon den Gameboy. Weiterlesen

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Verein im Todeskampf

Weimar 2002

Gedrucktes (48)


Der Albert-Schweitzer-Gedenkstätte fehlen 25000 Euro

«Thüringische Landeszeitung» vom 21. Oktober 2002

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Die Facebook-Typologie

http://karolita.tumblr.com/

Illustrationen: Mit freundlicher Genehmigung © Karo Schrey

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Früher war das Internet der neue Brockhaus, heute ist es das neue Telefon. Die meisten nutzen es für den Eins-zu-Eins-Austausch mit anderen.
Wie sich heraus stellt, sind unsere Online-Freunde auch nur: Menschen. Ein kleines Tierleben der typischsten Facebook-Typen.
[Update zum Artikel vom 27. Mai 2011: Director’s Cut mit drei zusätzlichen Typen!]

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→ Die Farmville-Süchtige

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