Archiv der Kategorie: 03 Martins Meinung (MI)

Manche Dinge sind doch schwarz/weiß.

Ein Hoch auf unseren Lokführer, Lokführer, Lokführer

Klassenkampf auf der Schiene

Zugfenster-GIF

Unser Zug ist laut Bahn-Sprachregelung noch nicht verspätet, aber eben auch nicht mehr pünktlich. In der Minute, in der er eigentlich abfahren sollte, schiebt sich stattdessen ein Güterzug ans Gleis. Bremst und hält, als sollten wir in eins der Autos einsteigen, die er geladen hat. Allesamt funkelnde Oberklassewagen aus Stuttgart, die Sitze noch in Plaste eingepackt. Bevor unser Zug kurze Zeit später am Gleis gegenüber eintrifft, hat der Autogüterzug sich schon wieder in Bewegung gesetzt.

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Ich habe mich um ein Stipendium fürs Nichtstun beworben und konsequenterweise habe ich die Jury nicht überzeugt

2.864 Bewerbungen aus 70 Ländern sind laut «SPIEGEL» eingegangen: Die Hochschule für bildende Künste Hamburg hatte im Jahr 2020 ein Stipendium über 1.600,– Euro ausgelobt. Bewerber*innen mussten schildern, was genau sie für welchen Zeitraum unterlassen wollten.

Symbolbild Zeitmanagement
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Ich habe in Oberbayern Kaffee angebaut und gerade die erste Ernte eingefahren

Die deutsche Kaffeesteuer beträgt für Röstkaffee 2,19 Euro je Kilogramm und wird fällig, wenn man Röstkaffee herstellt. Jetzt geht mir die Frage nicht aus dem Kopf, ob ich in meiner Steuererklärung angeben muss, wenn ich in meiner Bratpfanne Kaffee röste. Noch ist es allerdings nicht so weit.

Ich besitze eine Kaffeepflanze – Sorte Coffea arabica – und sie steht an einem Südfenster im Wohnzimmer. Vor vielleicht fünf, sechs Jahren habe ich sie in einem Supermarkt gekauft. Tagträumereien, in denen ich eines Tages meinen eigenen Kaffee ernte, haben sich schnell zerschlagen: Beim Rumlesen lernte ich, dass Deutschland meiner Staude viel zu wenig Sonnenstunden zu bieten hat. Ohne Licht keine Blüte keine Frucht. Noch dazu ging es ihr anfangs nicht besonders gut. Ich muss die Pflanze zu viel gegossen haben. Zwischendurch war sie mickrig und kahl und dem Tode näher als dem blühenden Leben.

Im Juni des letzten Jahres hat sie dann auf einmal geblüht.

Unscheinbare, kleine weiße Kaffeeblüte
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Der Woche (6)

Wir schaffen das.


Bild der Woche

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Butterblumengänseblümchenstrauß

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Grundrecht auf Maske

Maskenverweigerer framen die Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung (sowie andere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie) gern als Verletzung ihrer Grundrechte.

(2) Sie unterstellen einen Gegensatz zwischen Beschränkungen einerseits und allen verfassungsmäßigen Grundrechten auf der anderen Seite. Diesen Gegensatz gibt es nicht. Im Gegenteil: Dass ich eine Maske trage, schützt deine Grundrechte.

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Das sarkastische Horoskop (7)

Es sind schwere Zeiten für uns alle. Und wir machen es für Sie auch ganz bestimmt nicht besser. Das sarkastische Horoskop:
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von | 25. August 2020 · 07:00

Der Woche (5)

Bis vor kurzem hätten wir noch über uns gesagt, dass wir nicht besonders E-Book-gefährdet sind und dann ging es doch ganz schnell und jetzt gehen wir nicht mehr ohne unseren neuen E-Reader aus dem Haus. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir uns vom gedruckten Buch ein für alle Mal verabschiedet hätten. Abgesehen von Büchern, die wir ausdrücklich ihrer Buchigkeit wegen kaufen (Bildbände, Graphic Novels, Comics, Antiquarisches, Bibliophiles …) gibt es für uns vorerst diese eine rote Linie: Wir kaufen keine E-Books mit Kopierschutz. Das schließt viele Titel aus dem englischsprachigen Buchmarkt aus. Dort ist Adobe DRM beinahe die Regel, während die meisten deutschen Bücher kopierschutzfrei sind und nur ein digitales Wasserzeichen enthalten. So veranschaulichen E-Books uns etwas, das natürlich auch schon für Papier-Bücher galt, wovon aber die Alltagsleser*innen unbehelligt blieben: Die Einsicht, dass uns ein Buch nicht ‚gehört‘, nur weil wir ein Exemplar gekauft haben. Wir Bücherkäufer sind Software-Nutzer. Das heißt, wir bezahlen für eine Lizenz, und zwar die Lizenz, den Inhalt des Buches zur Kenntnis zu nehmen und privat zu genießen. Nachdrucken oder einscannen und ins Internet stellen durften wir ein Buch auch früher nicht, aber da wäre auch der Aufwand unverhältnismäßig gewesen. Digitale Bücher würden es uns dagegen leichtmachen, deswegen erschweren sie uns künstlich die unerlaubte Nutzung. Ein E-Book mit Wasserzeichen können wir im Rahmen des Urheberrechts immerhin noch in der Familie weitergeben oder einem Freund leihen. Aber was haben wir denn noch zu verleihen? Die Abwesenheit eines haptischen Buches („Hier, Achtung, ist ganz schön schwer!“) macht die Geste, jemandem ein Buch zu leihen, ganz klein. Das trifft übrigens auf Vieles zu, was man sich heutzutage empfiehlt: Die Trennung von Tipp und Artefakt. Ein Grund mehr, warum wir weiter gedruckte Bücher kaufen werden.


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Erstklassiges Sortiment

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