Archiv der Kategorie: Durchfuttern

Eine Geschmackskritik

Wir werden heiraten

Institutsviertel • martinJost.eu

In der Mensa gab es heute Grießbrei in Scheiben. Da muss man erst mal drauf kommen. Jede Wette, dass das ursprünglich als Weltraumessen entwickelt wurde.

„Sir! Major Tom wünscht sich Grießbrei für die Columbia-Mission.“

„Das ist ausgeschlossen! Grießbrei ist eine Gefahr für die gesamte Besatzung!“

„Er sagt, er fliegt sonst nicht mit.“ Weiterlesen

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Ich war in der Mensa

Die ihr hier eintretet,
lasset allen Hunger fahren.
Durch mich gelangt man
zu der Stadt des Komas
das da unmöglich macht
des Hirns Durchblutung
bis Feierabend,
mindestens jedoch bis acht.

.

12 07 19 Mensa

Ich war heute in der Mensa.

Ich war drei Tage in Folge in der Mensa. Das ist vielleicht mehr, als eine Seele vertragen kann.

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Nationalgetränk

Apfelshorle naturtrueb

Nachdenken über naturtrübe Apfelschorle

Früher habe ich Menschen verachtet, die ihren Saft mit Wasser verdünnten. Aber wenn man älter wird, wird man überempfindlich für alles Dickflüssige und Süße. Heute weiß ich selbst nicht mehr, wann ich mir das letzte Mal Apfelsaft pur gegeben habe Weiterlesen

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Gegen gegen Lebkuchen

Dann esst
sie halt nicht,
zum Kuckuck!

Freiburg • martinJost.eu


Liebe andere Menschen,

ich wende mich heute an euch, weil mir etwas auf dem Herzen liegt. Ich wollte es euch schon immer mal sagen, aber normalerweise übertönt ihr mich und brüllt mich nieder. Das ist jedes Jahr so. Diesmal möchte ich euch zuvor kommen.

Es ist bald wieder Ende August. Wisst ihr, was das heißt? Das heißt, es gibt bald wieder Zimtsterne, Nikoläuse und Lebkuchen im Edeka. Reflexartig werden einige von euch sagen: „Das wird ja jedes Jahr früher! Das soll aufhören! Macht einem die ganze Stimmung kaputt!“

Und ich rufe euch zu: Dann fresst sie halt nicht, verfickt nochmal!

Mein letztes Stück.

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Badische Revolution

Franchise-Unternehmen sind ein Segen und ein Fluch: einfacher Weg in die Selbstständigkeit, aber wenig unternehmerische Freiheit. Badische Franchisenehmer der Fast-Food-Kette „Subway“ haben sich jetzt vom Konzern losgesagt. Schlägt das Imperium zurück?

Von Martin Jost

Artikel aus Baden Intern

Erschienen in «Baden Intern» • April 2011. (Foto: Subway PR)

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«Dallas» und Haferflocken

Martin ist zum Rotzen zumute

Ich als Freiburger

Von Martin Jost

Martin

Martin (vorne links im Bild) inhaliert. Das soll ja gut sein. • Archivfoto aus dem Winter 2007.

Freiburg. (mjeu/majo) Ich bin entsetzlich krank. Seit Tagen ist mein Leben aus der Bahn, ich verlasse nicht das Haus außer um in die Apotheke zu gehen und verlasse kaum das Bett außer um DVDs zu kucken. Es ist so schrecklich. Und ihr seid alle schuld. Weiterlesen

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Martin isst ein Menü von Burger King

Durchfuttern. (Geschmackskritik.)

Country-Burger-Menü von Burger King

Kostet: 5,43 €

Wichtigste Zutaten: Country Burger (Käse nur auf Nachfrage), 0,3 l Apfelschorle, Western Potatoes mit Sour Cream Dip.

Grenzwertig: 909,3 kcal, 2930 mg Natrium (1l Mineralwasser hat 30 mg), Ei; Sour Cream enthält die Allergene Fisch und -Erzeugnisse sowie Krebs- und Schalentiere, ist aber als vegetarisch gelistet.

Macht nicht satt.

Where’s the Beef?

Where’s the Beef?

Freiburg. (mjeu/majo) Fern sei es von mir, ein Burger-King-Menü als Mahlzeit zu bezeichnen. Dafür ist es zu wenig und zu schlecht. Schlecht im nahrhaften Sinne. Einen perversen Heißhunger auf Salz und Umami stillen zumindest zwei davon ja durchaus kurzfristig.

Menüs kaufen kommt bei Burger-King-Konkurrent McDonald’s überhaupt nicht in Frage, weil sie seit Jahren keinen vegetarischen Burger (seinerzeit »GemüseMac« und ein garantierter Gewinner bei der 60-Sekunden-Wette) mehr gibt. McDonald’s Deutschland heißt die nötige Einschränkungen, denn in Basel habe ich letzten Winter durchaus noch einen bekommen.

Western Potatoes: Lapprig.

Western Potatoes: Lapprig.

Der fleischlose Burger-King-Burger heißt »Country Burger« und enthält einen braunen Gemüsebratling mit ganzen Maiskörnern und Möhrenfasern. Zu Käse muss man extra „ja“ sagen. Als würden Veganer überhaupt ein Junkfood-Restaurant betreten. Der Country Burger wird mutmaßlich selten geordert und braucht immer etwas länger. Letzte Woche war das erste Mal, dass ich mich nicht schon mal hinsetzen sollte. Er wurde fast gleichzeitig mit den Western Potatoes fertig. Der Burger war lecker, die Kartoffelspalten leider matschig und zäh statt knusprig. Apfelschorle hat bei Burger King immer ein bisschen zu wenig Kohlensäure für meinen Geschmack. Die Flaschenvariante müsste man einen Tag stehen lassen, damit sie so wenig sprudelt. Und der Sour Cream Dip, den es zu den Western Potatoes dazu gibt, enthält Fisch, Fischerzeugnisse, Krebstiere und Schalentiere als Allergene. Das ist widerlich zu erfahren. Laut derselben Inhaltsstoffauszeichnung sei er vegetarisch. Das ist ein Widerspruch. Vegetarisch heißt ohne Tierteile. Ich suche noch nach der Schule in Deutschland, auf der unterrichtet wird, dass Fische Pilze oder Pflanzen seien. Alle McDonald’s-Mitarbeiter waren zusammen auf der Schule. Das lerne ich immer, wenn ich in regelmäßigen Abständen McDonald’s provozieren gehe. Ich fühle mich als Vegetarier diskriminiert, weil mir der Preisvorteil eines Menüs (und oft coole Geschenke) entgeht. Ich frage dann lang und breit, ob man den Burger im Menü nicht durch einen Salat oder einen weiteren Snack ersetzen kann und die Antwort lautete bislang immer Nein.

„Ja haben Sie denn einen vegetarischen Burger“, frage ich dann.

„FishMac?“

„Nein danke. Einen vegetarischen?“

„Hm. Fisch?“

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