Archiv der Kategorie: 06 Martin Josts Kulturkonsum

Kultur verstehe ich nicht im engeren Sinne. Ich zähle unter anderem dazu: Musik, Sprache, Mentalität, Lokalpatriotismus, Politikstile, kollektives Gedächtnis, Bücher, Fernsehen, Filme, Theater, Essen, Internet, Habitus, Tanz, Hörspiele, Wissenschaft, Bildung …

«StarTrek: Discovery» Folge 3×01: Wir warten

Wir fragen uns seit zwei Staffeln: Wann wird «StarTrek: Discovery» einen Ton treffen, der Figuren und Erzählung gerecht wird? Und zwar nicht nur zufällig hier und da, sondern souverän und verlässlich?

Am 16. Oktober 2020 ist die 3. Staffel mit der Folge »That Hope is You, Part 1« auf Netflix gestartet und wenn wir sie als Indiz nehmen dürfen, ist es in Season 3 leider immer noch nicht so weit. Die Episode ist überladen mit Klischees, fremdschämigem Pathos und sperrigen Dialogen à la:

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Wie gemacht für den Job als Ikone: Die Doku «RBG» porträtiert Ruth Bader Ginsburg

Die im September 2020 viel zu früh verstorbene Bürgerrechtlerin und Richterin am Obersten Gerichtshof der USA, Ruth Bader Ginsburg, war mit über 80 Jahren noch zur Popfigur geworden.

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Der Woche (6)

Wir schaffen das.


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Butterblumengänseblümchenstrauß

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Grundrecht auf Maske

Maskenverweigerer framen die Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung (sowie andere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie) gern als Verletzung ihrer Grundrechte.

(2) Sie unterstellen einen Gegensatz zwischen Beschränkungen einerseits und allen verfassungsmäßigen Grundrechten auf der anderen Seite. Diesen Gegensatz gibt es nicht. Im Gegenteil: Dass ich eine Maske trage, schützt deine Grundrechte.

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Der Woche (5)

Bis vor kurzem hätten wir noch über uns gesagt, dass wir nicht besonders E-Book-gefährdet sind und dann ging es doch ganz schnell und jetzt gehen wir nicht mehr ohne unseren neuen E-Reader aus dem Haus. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir uns vom gedruckten Buch ein für alle Mal verabschiedet hätten. Abgesehen von Büchern, die wir ausdrücklich ihrer Buchigkeit wegen kaufen (Bildbände, Graphic Novels, Comics, Antiquarisches, Bibliophiles …) gibt es für uns vorerst diese eine rote Linie: Wir kaufen keine E-Books mit Kopierschutz. Das schließt viele Titel aus dem englischsprachigen Buchmarkt aus. Dort ist Adobe DRM beinahe die Regel, während die meisten deutschen Bücher kopierschutzfrei sind und nur ein digitales Wasserzeichen enthalten. So veranschaulichen E-Books uns etwas, das natürlich auch schon für Papier-Bücher galt, wovon aber die Alltagsleser*innen unbehelligt blieben: Die Einsicht, dass uns ein Buch nicht ‚gehört‘, nur weil wir ein Exemplar gekauft haben. Wir Bücherkäufer sind Software-Nutzer. Das heißt, wir bezahlen für eine Lizenz, und zwar die Lizenz, den Inhalt des Buches zur Kenntnis zu nehmen und privat zu genießen. Nachdrucken oder einscannen und ins Internet stellen durften wir ein Buch auch früher nicht, aber da wäre auch der Aufwand unverhältnismäßig gewesen. Digitale Bücher würden es uns dagegen leichtmachen, deswegen erschweren sie uns künstlich die unerlaubte Nutzung. Ein E-Book mit Wasserzeichen können wir im Rahmen des Urheberrechts immerhin noch in der Familie weitergeben oder einem Freund leihen. Aber was haben wir denn noch zu verleihen? Die Abwesenheit eines haptischen Buches („Hier, Achtung, ist ganz schön schwer!“) macht die Geste, jemandem ein Buch zu leihen, ganz klein. Das trifft übrigens auf Vieles zu, was man sich heutzutage empfiehlt: Die Trennung von Tipp und Artefakt. Ein Grund mehr, warum wir weiter gedruckte Bücher kaufen werden.


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Erstklassiges Sortiment

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Wirklich alle Wortspiele mit Schnecken

Macht’s wie die Schnecken: Bleibt im Homeoffice und bleibt auf Abstand.

Auch, wenn ihr bei einem Meeting dabei sein müsst? – Vor allem, wenn ihr bei einem Meeting dabei sein müsst.

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Der Woche

Welchen Monat haben wir heute? Im Ernst, welche Jahreszeit ist gerade, also gefühlt? Hat Corona euch auch so durcheinander gebracht? Wir haben viele Erinnerungen an die Zeit ab dem sagen wir mal 15. März, als sich über Nacht so viel verändert hat in unserem Alltag. Mehr, als wir für möglich gehalten hätten. Gleichzeitig sind diese Wochen der #Corontäne aus unserem Zeitgefühl gelöscht. Wir sind währenddessen vom Frühling zum Sommer gewechselt, haben Ostern gefeiert, haben den Balkon sprießen sehen, haben viel gekocht und noch mehr gegessen, haben neue Spaziergänge entdeckt, neue Bücher gestapelt und unsere Routinen verändert, aber unbewusst haben wir die Zeit nicht mitgeschrieben. Es kann doch nicht allen Ernstes Mitte August sein? Es war doch gerade erst Frühjahr? Jetzt hilft uns der Strom aus Fotos auf unserem Telefon bei der Suche nach der verlorenen Zeit („Der Marmorkuchen! Das war ja auch zu Corona! Ach und Pfingsten! Das auch!“) Wie geht es euch damit? Ging die Corontäne für euch auch so schnell rum? Im Rückblick? Währenddessen? Kam sie euch lang vor? Oder seid ihr noch mittendrin? Das Kommentarfeld unter diesem Artikel ist hungrig.


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Frühstück!

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