Archiv der Kategorie: Martin liest

Es war einmal, so vor einem Jahr, in Amerika

Michael Wolff weiß, was in den letzten 77 Tagen nach der Abwahl von Donald Trump im Weißen Haus vor sich ging. Und er gibt uns einen Ausblick, auf was wir uns noch gefasst machen dürfen.

Das Cover von Michael Wolffs Buch Landslide zeigt Donald Trump, wie er mit hängendem Kopf zwischen Marmorsäulen hervorkommt. Seine leuchtend rote Krawatte geht in den Aufstrich des Buchstaben N im ebenfalls knallroten Schriftzug Landslide über.
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Literatur viral: Im Anfang war das Virus

Corona prägt unser Leben inzwischen seit bald zwei Jahren und es zeichnet sich ab, dass das Virus für immer bei uns bleiben wird. Literatur aus der Zeit vor der Pandemie bietet uns ein Fenster in eine Zeit, in der die gefährliche Krankheit noch unbekannt und „Corona“ lediglich ein Bier war. Doch es fällt uns auch zunehmend schwer, uns in diese alte Realität hineinzudenken.

Um den nachfolgenden Generationen den Zugang zu den großen Werken der Weltliteratur zu erleichtern und die Hürde zur Kunst nicht noch höher zu gestalten, schlagen wir vor, die Texte des Kanons behutsam an die Realität anzupassen.

Wir haben da schon mal ein paar Ideen:

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Als wäre das eure erste Pandemie!*

1722. Der Autor von «Robinson Crusoe», Daniel Defoe, schildert in «A Journal of the Plague Year» das Pestjahr 1665 in London. Liest man das Buch ohne Vorwissen an, kann man es leicht für Nonfiction halten, für die Memoiren des Schriftstellers Defoe. Erst nach etwa zehn Seiten stellt der Ich-Erzähler sich beiläufig als Sattler und Kaufmann vor. Das „Tagebuch“ ist also Fikition. Die Gründlichkeit, mit der Defoe recherchiert und möglichst wahrhaftig über die Pest-Epidemie in London geschrieben hat, macht es aber verzeihbar, wenn man es für ein Sachbuch hält.

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📚Alan Weisman: «The World without Us»

Wo gerade wieder die Welt untergeht: Alan Weismans Sachbuch «The World without Us» unternimmt eine Gedankenreise auf eine Erde, von der alle Menschen auf einen Schlag verschwunden sind. Nicht durch Krieg oder eine Naturkatastrophe, sondern – nur mal angenommen! – von heute auf morgen und ohne, dass andere Lebewesen beeinträchtigt werden.

Was würde passieren? Wie lange würde es dauern, bis unsere Häuser einstürzen? Welche Tier- und Pflanzenarten würden sich erholen? Welche würden recht schnell aussterben ohne den Menschen? Wie lange blieben unsere Denkmäler stehen? Würde sich das Klima erholen? Und was plant die Evolution eigentlich als nächstes?

Weisman stellt diese und viel mehr Fragen, auf die wir gar nicht gekommen wären. Die Antwortversuche von Expertinnen und Experten sind mehr oder weniger Spekulation, enthalten aber jede Menge Expertise (auch Smalltalkwissen) über Naturgeschichte und Technik.

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Der Woche (6)

Wir schaffen das.


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Grundrecht auf Maske

Maskenverweigerer framen die Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung (sowie andere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie) gern als Verletzung ihrer Grundrechte.

(2) Sie unterstellen einen Gegensatz zwischen Beschränkungen einerseits und allen verfassungsmäßigen Grundrechten auf der anderen Seite. Diesen Gegensatz gibt es nicht. Im Gegenteil: Dass ich eine Maske trage, schützt deine Grundrechte.

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Der Woche (5)

Bis vor kurzem hätten wir noch über uns gesagt, dass wir nicht besonders E-Book-gefährdet sind und dann ging es doch ganz schnell und jetzt gehen wir nicht mehr ohne unseren neuen E-Reader aus dem Haus. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir uns vom gedruckten Buch ein für alle Mal verabschiedet hätten. Abgesehen von Büchern, die wir ausdrücklich ihrer Buchigkeit wegen kaufen (Bildbände, Graphic Novels, Comics, Antiquarisches, Bibliophiles …) gibt es für uns vorerst diese eine rote Linie: Wir kaufen keine E-Books mit Kopierschutz. Das schließt viele Titel aus dem englischsprachigen Buchmarkt aus. Dort ist Adobe DRM beinahe die Regel, während die meisten deutschen Bücher kopierschutzfrei sind und nur ein digitales Wasserzeichen enthalten. So veranschaulichen E-Books uns etwas, das natürlich auch schon für Papier-Bücher galt, wovon aber die Alltagsleser*innen unbehelligt blieben: Die Einsicht, dass uns ein Buch nicht ‚gehört‘, nur weil wir ein Exemplar gekauft haben. Wir Bücherkäufer sind Software-Nutzer. Das heißt, wir bezahlen für eine Lizenz, und zwar die Lizenz, den Inhalt des Buches zur Kenntnis zu nehmen und privat zu genießen. Nachdrucken oder einscannen und ins Internet stellen durften wir ein Buch auch früher nicht, aber da wäre auch der Aufwand unverhältnismäßig gewesen. Digitale Bücher würden es uns dagegen leichtmachen, deswegen erschweren sie uns künstlich die unerlaubte Nutzung. Ein E-Book mit Wasserzeichen können wir im Rahmen des Urheberrechts immerhin noch in der Familie weitergeben oder einem Freund leihen. Aber was haben wir denn noch zu verleihen? Die Abwesenheit eines haptischen Buches („Hier, Achtung, ist ganz schön schwer!“) macht die Geste, jemandem ein Buch zu leihen, ganz klein. Das trifft übrigens auf Vieles zu, was man sich heutzutage empfiehlt: Die Trennung von Tipp und Artefakt. Ein Grund mehr, warum wir weiter gedruckte Bücher kaufen werden.


Bild der Woche

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Erstklassiges Sortiment

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