Archiv der Kategorie: 06 Martin Josts Kulturkonsum

Kultur verstehe ich nicht im engeren Sinne. Ich zähle unter anderem dazu: Musik, Sprache, Mentalität, Lokalpatriotismus, Politikstile, kollektives Gedächtnis, Bücher, Fernsehen, Filme, Theater, Essen, Internet, Habitus, Tanz, Hörspiele, Wissenschaft, Bildung …

Oh, wie spannend ist Panama

Ich hatte heute früh ein vordigitales Erlebnis, eine in ihrer Retrohaftigkeit geradezu hippe Widerfährnis: Ich sah in der Eisenbahn in die Zeitung eines Mitpendlers und konnte es beim Aussteigen kaum erwarten, selbst ein Exemplar in die Finger zu bekommen. Die Zeitung war die «Süddeutsche» vom heutigen 4. April 2016. Die SZ hat heute mit den „Panama Papers“ aufgemacht, einer Enthüllungsstory über Tunichtgute, die mit Hilfe von über 200.000 Scheinfirmen Schwarzgeld um die ganze Welt verschieben.

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April 2016: Was geht in Rosenheim?

Im April kommt «Das Boot» als Live-Theater in die Stadt. Kabarettist Josef Hader spielt im KuKo. Und die «Wikinger!»-Ausstellung im Lokschuppen ist erst ganz frisch eröffnet. Martins Tipps für Kultur in Rosenheim:
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Sonnabend Führung

2.

Vom Salz zum Bier

14 Uhr
ab Touristinfo, Parkhaus P1
Details auf veranstaltungen.rosenheim.de

Durch seine Lage am Inn war Rosenheim früher Drehkreuz für den Salzhandel. Mit dem Umbau des Inn vom Schifffahrtsweg zum Wasserkraftwerk verlagerten sich die Schwerpunkte der Rosenheimer Wirtschaft in Richtung Bootsbau, Holzbau, Mehl und Bier.


Sonnabend Flohmarkt in der Stadtbibliothek

16.

Bücherflohmarkt der Stadtbibliothek

nur bei gutem Wetter, 9–13 Uhr
vor der Stadtbibliothek, Am Salzstadel 15
Details auf veranstaltungen.rosenheim.de

Man kann überhaupt nicht genug Bücher haben. Zweimal im Jahr verkauft die Stadtbibliothek günstig ausgemusterte Medien. Der Erlös aus dem Flohmarkt fließt zurück in den Etat der Bücherei. Wenn es am 16. April regnet, gibt es am 17. September die nächste Chance auf günstige Bücher.


Sonntag Theater im KuKo

17.

Das Boot

19 Uhr
Kultur- und Kongresszentrum, Kufsteiner Str. 4
Tickets auf kuko.de

Foto: Marina Maisel, a.gon Theater München

Foto: Marina Maisel, a.gon Theater München

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Kategorischer Imperativ, angewandt

Ein heranwachsender Vegetarier macht sich früher oder später Gedanken über die Zukunft und kommt auf eine wichtige Frage. Die Frage lautet: Wenn ich im 24. Jahrhundert leben würde und die Welt sähe so aus wie durch die Science-Fiction-Serie «StarTrek» vorhergesagt – würde ich dann Fleisch aus dem Replikator essen?

Auf Holz

Eine gekürzte Fassung dieses Artikels erschien am 1. Oktober 2015 in der «Berliner Zeitung».


Immerhin wäre dann – so die Zukunftsvision von StarTrek – alle Nahrung auf Molekülebene in einer High-Tech-Wichtelwerkstatt zusammengebastelt. Denn die Technik der Science-Fiction hat die Umwandlung von Energie in Materie und zurück gemeistert. Nichts, was es auf einem Raumschiff der Sternenflotte zu essen gibt, wäre irgendwo tatsächlich gewachsen. Schon gar nicht an einem lebenden Tier.

Die Frage gehörte eben noch ins Reich der Kreativität, aber plötzlich ist sie viel weniger fantastisch. Denn Forschern ist es erstmals gelungen, Fleisch im Labor herzustellen. Dieses genetische Rindfleisch ist in einer Petrischale und nicht am Körper einer Kuh gewachsen.

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Schlepper und Schleuser AG

Die „2. Internationale Schlepper- und Schleusertagung“ (ISS 2015) an den Münchner Kammerspielen ist offensichtlich ironisch gemeint. Das heißt aber nicht, dass die Macher nicht provozieren wollen. Politiker von CDU und CSU beißen an.
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„Die ISS 2015 präsentiert sich erneut als DIE relevante Fachtagung der weltweit agierenden Fluchthilfe-Unternehmen. Wichtigstes Tagungsziel 2015 ist die Image-Aufwertung sowie die damit einhergehende Neubewertung der Dienstleistungen Schleppen und Schleusen.“

Das PR-Sprech preist auf der Kongress-Website iss2015.eu die „2. Internationale Schlepper- und Schleusertagung“ an, die vom 16. bis 18. Oktober in München stattfindet.

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Kriegsflüchtling und noch dazu verliebt

Vladimir ist verliebt in Melissa. Er traut sich nicht, Melissa anzusprechen und zu fragen, ob sie seine Freundin sein will. Als wäre das nicht schlimm genug, ist in seiner Heimat Krieg, sein Onkel wird erschossen, seine Großeltern entführt und Vladimir lebt in einem Ungeziefer-geplagten schwimmenden Containerwohnheim in der dänischen Fremde.

Es ist 1992 und Vladimir ist mit seiner Mutter und seinem älteren Bruder auf der Flucht. Zusammen mit hunderten anderen Flüchtlingen aus Bosnien-Herzegowina hoffen sie in Kopenhagen auf Asyl.

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Bromance

Den Vogel schießt einer von Avi Mograbis Kameramännern ab. Während eines Wahlkampfauftritts von Ariel Sharon sitzt der Politiker auf dem Podium, aber redet gerade nicht. Stattdessen tauscht er Blicke mit dem Filmemacher Mograbi, der bei dem Dreh als Tonmann fungiert. Mograbi und Sharon blicken sich an, schlagen ihre Augen auf und lächeln einander zu. Mograbis Kameramann zeigt nicht Sharon, dem das Team in seinem Wahlkampf monatelang hinterherreist, sondern zoomt auf den Regisseur. Die beiden flirten.

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von | 11. Mai 2015 · 23:27

Presseschau für den 19. März 2015: Mein Horoskop

Laut «Abendzeitung» soll ich Hektik heute vermeiden.

Der «tz» zufolge kann ich mir heute gar nicht genug vornehmen.

Genügend trinken, empfiehlt mir der «Münchner Merkur».

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