Archiv der Kategorie: Ego Wall

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von | 15. Juli 2014 · 19:30

„Jost“ wie „Post“


Lieber Jochen,

ich danke dir für deine Frage.

Ich wusste lange selbst nicht, was mein Nachname bedeutet, der, wie du weißt, mit kurzem „o“ ausgesprochen gehört (analog zu „Post“. Oder „Ost“.)

Eines Abends war ich mit meinen Eltern bei einer Lesung des Erzählers Rafik Schami. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 06 Martin Josts Kulturkonsum, Blog-Exklusiv, Ego Wall, In eigener Sache, Martins Wörterbuch, Wortkritik

„Jetzt weiß man, dass es überall passieren kann“

Wieder ein Amoklauf. Wieder eine Tragödie. Wieder eine Debatte über Waffengesetze und der Versuch, zu verstehen und zu verhindern, dass Menschen so ausrasten können. 2002 gab es in Erfurt den ersten Amoklauf „amerikanischen“ Ausmaßes in Deutschland. Damals ging ich selbst noch in der Nachbarstadt Weimar zur Schule. Thorsten Büker von der Thüringischen Landeszeitung (wo ich zu der Zeit als freier Mitarbeiter schrieb) interviewte mich nach dem Ereignis. Schon so früh – an dem Wochenende direkt nach dem blutigen Freitag – standen der strukturelle Druck, der von unserem Schulsystem ausging, und das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern im Mittelpunkt der Debatte.
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TLZ-Interview

Hier. Nicht
in Amerika.

Schultag nach dem Blutbad:
„Wenn ihr ein Problem habt, sprecht es bitte an“

Von Thorsten Büker

Weimar. (tlz) Montag: Für Mädchen und Jungen in Weimar beginnt die neue Schulwoche. Und doch ist seit der Schreckenstat an dem Erfurter Gutenberg-Gymnasium der Schulalltag in weite Ferne gerückt, denn diese Tat wird das Verhältnis von Schülern, Lehrern und Eltern auf Monate hinaus bestimmen. Die TLZ unterhielt sich gestern mit Martin Jost. Der 17-Jährige ist Schüler des Schillergymnasiums und will im nächsten Jahr sein Abitur machen.

Thüringische Landeszeitung (TLZ) vom 29. April 2002. »Hier. Nicht in Amerika« von Thorsten Büker

Thüringische Landeszeitung (TLZ) vom 29. April 2002. »Hier. Nicht in Amerika« von Thorsten Büker*

Wie war der Start in die Woche unter dem Eindruck dieser Bluttat?

Um 8:05 Uhr war die Schweigeminute für die Schulen. Alle Klassen und die Lehrer haben sich auf dem Schulhof versammelt. Wir wurden informiert, dass heute in erster Linie über die Tat in Erfurt gesprochen werden soll. In den Klassen, mit den Lehrern.

War das Bedürfnis vorhanden, darüber zu reden? Oder fühltet ihr euch bereits wortleer?

Nein. Schon vorher wurde nur darüber geredet, das Bedürfnis war enorm. Ein Lehrer, der gleich in der ersten Stunden seinen normalen Unterricht abgespult hätte, hätte keine Aufmerksamkeit gehabt. Wir konnten am Wochenende die Informationen aufnehmen, konnten mit Eltern und Freunden reden. Aber mit denen, die es betrifft, nämlich mit Schülern und Lehrern, hatte man noch nicht reden können.

Was dominierte in den Gesprächen? Hilflosigkeit über eine Tat, die das Fassungsvermögen übersteigt?

Nein. Vielleicht eher das Gegenteil. Lehrer haben konkret gesagt, dass wir uns jetzt nicht lähmen lassen dürfen. Was mir auffiel, war, dass es zunächst nur um persönliche Empfindungen ging. Und später wurde es hinhaltlich: Wo liegen die Probleme? Was stört uns an der Schule? Wo kommt der Stress her? Was kann man anders machen?

Wie haben die Lehrer reagiert?

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Eingeordnet unter 03 Martins Meinung (MI), 08 Drahtbildberichterstattung, 99 Archiv, Blog-Exklusiv, D-Land, Ego Wall, In eigener Sache

Gedrucktes (46)

Ich erlaube mir, auf eine Neuerscheinung hinzuweisen, die meine erste Übersetzungsarbeit enthält: Gemeinsam mit meiner Hiwi-Kollegin DaJull Lim habe ich Makus Schmidts Aufsatz «Xenobiology: A new form of life as the ultimate biosafety tool» für diesen Band ins Deutsche übersetzt.

Engineering Life

Ethische und philosophische Fragen der Synthetischen Biologie

Leben schaffenDie Synthetische Biologie führt auf systematische Weise fort, was in der Gentechnik begonnen wurde: Die zielgerichtete Änderung und Optimierung zellulärer Funktionen auf molekularer Ebene. Waren diese Eingriffe in der klassischen Gentechnik jedoch beschränkt auf die Implementierung einzelner Gene und kurzer Gensequenzen in Wirtsorganismen, so werden in der Synthetischen Biologie ganze Genome einzelliger Organismen und deren Stoffwechsel- und Signalübertragungsprozesse zum Objekt des technischen Eingreifens.

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Eingeordnet unter 02 Gedrucktes (DI), Ego Wall, In eigener Sache

Mein Taufschein

Der Papst ist in der Stadt und fudder hat mich ermutigt, mir mal die anstehenden Happenings zu geben. Meine Eintrittskarten habe ich schon. Jetzt fehlt nur noch, dass mir ein Türsteher einen Strick daraus dreht, dass ich angeblich nicht getauft sei. Dem möchte ich vorgreifen, indem ich heute meine auf eine alte Seekarte gedruckte Taufurkunde veröffentliche, die mir Kapitän Schmidt vor nunmehr neun Jahren überreichte. Der Wortlaut: Weiterlesen

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Eingeordnet unter 05 Wochenende (FR), Ego Wall, Zur See

Nerd-Geburtstag

Glückwunsch-
statistik 2011

PersönlichVon allen erfassten Gratulanten an meinem Geburtstag (n=42; nur Erstgratulationen, spätere Wiederholungen auf anderen Kanälen wurden nicht erfasst; außerdem nicht erfasst: verfrühte und nachträgliche Gratulationen) hat mir ein gutes Viertel ihre Glückwünsche persönlich überbracht, 74 Prozent über Kanäle der sozialen Medien. Zu letzteren zähle ich auch das Telefon (n=7).

Alle Prozentwerte sind gerundet!

Was sagt der Befund? Dass ich ein Nerd bin? Oder dass ich bloß Geeks kenne?

. Weiterlesen

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Eingeordnet unter Ego Wall, In eigener Sache

Öffentliches Vermögen verschleudert

Leserbrief zu »Tschüss, alte UB«

Zu meinem fudder-Artikel »Tschüss, alte UB!«, der am 26. Mai auf fudder.de und am 3. Juni in der gedruckten Ausgabe der Freiburger Badischen Zeitung erschien, ging ein Leserbrief in der Redaktion ein. Weil fudder eine analoge Leserbriefseite noch abgeht, nehme ich mir die Freiheit, Herrn Ganters Einlassung an dieser Stelle ungekürzt zu veröffentlichen.

Oskar Ganter, Kenzingen

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Eingeordnet unter 01 Hallo Woche! (MO), 03 Martins Meinung (MI), 08 Drahtbildberichterstattung, 14 Fudder, Ego Wall, In eigener Sache, Was geht in Freiburg?