Schlagwort-Archive: Bildung

Nur mit Profis

Der Bildungs- und Coachingmarkt in Deutschland ist in den letzten Jahren explodiert. Für jeden Atemzug im Leben gibt es das passende Seminar. Viele Lernwillige bilden sich dauernd fort. Gelingt Leben nur noch mit Führerschein? Eine neue Dokumentation staunt über die Fülle dieser Seminare: «Leben – Gebrauchsanleitung».
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Trailer «Leben – Gebrauchsanleitung»

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Eingeordnet unter 05 Wochenende (FR), 06 Martin Josts Kulturkonsum, 08 Drahtbildberichterstattung, Bayern, Blog-Exklusiv, Martin kuckt, Martin liest, München, schaufenster1

Es sind doch bloß Sterne

Wo sitze ich? Zu Hause. Was ist falsch an diesem Bild? Es ist Montagabend und ich wollte gar nicht zu Hause sein.

Ich wollte im Planetarium sein.

Projektor Planetarium Freiburg

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Eingeordnet unter 03 Martins Meinung (MI), 06 Martin Josts Kulturkonsum, 08 Drahtbildberichterstattung, Martin kuckt, Was geht in Freiburg?, Wie Freiburg bist du?

Bitte mitbringen: Zwei Kartoffelsäcke

Der Papst kommt diesjahr nicht schon wieder, esoterische Selbstfindung musst du also selbst in die Hand nehmen. Zum Glück hilft die Volkshochschule Freiburg mit Kurs Nr. 214.427: Pilgerkleid nähen für den Jakobsweg.

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter 07 Sonntags, 08 Drahtbildberichterstattung, 09 Erster April, 14 Fudder, Kuriosa, Was geht in Freiburg?

Schule! //Dossier

DossierFreiburg. (of/mjeu) In welcher Schule wollen wir lernen? Ist die Schule für uns da oder müssen wir uns immer nach der Schule richten? Gibt es eine Schule, die gleich gut für alle ist oder müssen wir uns von dieser Idee verabschieden?

Dürfen Schüler ihre Bildung selbst in die Hand nehmen oder sind sie dafür noch nicht klug genug – weil sie noch nicht mit der Schule fertig sind? Weiterlesen

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Eingeordnet unter Du bist Junges Freiburg!

Martin liest «The Film Club»

Martin Josts Kulturkonsum

Freiburg. (mjeu/majo) David Gilmours »The Film Club« ist das erste Buch, das ich unbedingt haben musste, nachdem ich es nur in einem Schaufenster gesehen hatte. Untertitel und Tagline auf dem Cover stimmen ein auf:

No School. No Work. No Responsibilities. Just three Films a Week.
A Dad, his teenage Son and the Education he couldn’t refuse

Es handelt sich um Memoiren, also keinen Roman. David Gilmour ist ein kanadischer Medienmann, der von freier und Honorar-Arbeit lebt und einige Romane geschrieben hat. Er ist verheiratet und hat einen Sohn mit seiner Ex-Frau. Als seine Ex-Frau findet, ihr Sohn sei im richtigen Alter für eine Vaterfigur, besteht sie darauf, dass sie die Wohnungen tauschen und er die Erziehung übernimmt. Als Gilmour seinem Sohn ansieht, wie sehr er unter der tristen Schule leidet und wie sie sein Leben versauen kann, erlaubt er ihm, die Schule zu verlassen – unter der Bedingung, dass er jede Woche mindestens drei Filme mit seinem Vater ansieht und sich einen einleitenden Vortrag von seinem alten Herrn anhört. Denn Filme, so Gilmour, sind die einzige gemeinsame Basis, die sie haben; sie beide lieben Filme. Bei Büchern hört es für seinen Sohn aber schon auf. (Abgesehen davon, dass man Bücher viel schlechter gemeinsam lesen und an einem Tag abhandeln kann.)

Gilmour beschreibt witzig, wie er sich in schwachen Momenten dazu hinreißen lässt, seinem Sohn eine vorgekaute Lebensregel zu rezitieren, an die er sich im nächsten Moment selbst nicht hält. Er beschreibt die großen Zweifel, die er hat, dass er seinem Sohn Leben und Zukunft zerstört, indem er ihn vom Weg zu einem High-School-Abschluss abbringt. Alltagsgeschichten ziehen sich als roter Faden durch das Buch über die beiden Kerle: Sohn Jesses Verliebtheit in eine manipulative böse Frau namens Rebecca Ng und wie er nie über sie hinweg zu kommen scheint. Seine Abhängigkeit von Zigaretten. Vater Gilmours wechselhafte Karriere zwischen finanziellen Engpässen und Geld für großen Spontanurlaub.

Wofür man das Buch eigentlich liest und kauft, sind Filmgeschichte und Filmsprache, die man durch die Hintertür mitbekommt. Nicht alle Filme, die die beiden Protagonisten gesehen haben, werden im Buch besprochen. Aber mit allen Filmen, die erwähnt werden, gibt es im Anhang noch eine Liste – so eine Art Ausschnitt aus dem Kanon. Gilmour zeigt, wie sich Filme lesen lassen und wie sie sich auf das eigene Leben beziehen, selbst wenn die Verbindung nicht sofort offensichtlich ist. Er spricht aber auch viel über die Herstellung der Filme. Er bezieht die Biografie der Regisseure in die Deutung mit ein, erklärt sie zu Vorbildern oder mutmaßt, was sie in ihrem Werk ausdrücken wollten.

Leider kommen Filmlesen und Filmliebhaberei für meinen Geschmack zu kurz. Es sind kurze Momente, in denen der Vater referiert oder der Sohn philosophiert und es sind meistens isolierte Szenen: Beide sitzen auf dem Sofa oder auf der Veranda, aber diese abgeschlossenen Szenen der Filmanalyse sind getrennt von den restlichen Ereignissen in Jesses und Davids Leben. Intellektuell kann man den Parallelen folgen, die die beiden zwischen Leben und Kunst ziehen, aber schriftstellerisch gelingt es nicht, den Wert der Bildung mit Film-Literatur auf das Leben zu beziehen.

Von allem, was das Buch bietet, finde ich, enthält es ein bisschen und dabei von allem zu wenig. Ein bisschen skurrile Familiengeschichte, aber nicht genug um satt zu machen. Ein bisschen ist es eine Geschichte des Staunens eines alten Vaters über die Lebensschläue, die ihm sein Sohn voraus hat. Aber nur andeutungsweise. Ein bisschen ist es ein Entwicklungsroman, aber dann wieder nur Brocken von einem. Die Erzählung ist bis auf eine überflüssige Rahmenerzählung chronologisch. Aber mal eben wird ein Jahr übersprungen, in dem es scheinbar keine bemerkenswerte Entwicklung gab. Das macht es einem schwer, sich nieder zu lassen auf einen Schaukelstuhl und die beiden Charaktere zu begleiten. Jesses Entwicklung rutscht so durch, indem nur exemplarische Szenen und Gespräche nacherzählt werden.

Ich mag »The Film Club« und ich habe es gern gelesen. Ich hätte mir aber gewünscht, dass es die Versprechen des Covers quantitativ besser erfüllt hätte und besser strukturiert geschrieben gewesen wäre.

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Eingeordnet unter 06 Martin Josts Kulturkonsum, Martin liest

Tat-Ort: Jugend

Freiburg. (mjeu/majo) Die Lebenswelt für die junge Generation besser zu machen ist das Hauptanliegen von Junges Freiburg. Wir glauben, dass sich der Einsatz für mehr Beteiligung von Jugendlichen und von besserer Politik für Jugendliche noch längst nicht erledigt hat. Auch wenn man in Wahlprogrammen von etablierten Parteien und Wählervereinigungen immer wieder Jugendthemen findet und sich Listen mit einem mehr oder weniger jugendlichen Feigenblatt schmücken: Die junge Generation Freiburgs hat keine andere Lobby als Junges Freiburg.
Der Start des neuen Jugend-Beteiligungs-Konzepts mit dem Startschuss für das stadtweite Jugendgremium im Frühjahr 2009 war ein Anfang, doch ein weiter Weg liegt vor uns.

Wenn wir an Jugendliche in Freiburg heute denken, dann denken wir an Bildung, Kultur und Leben.

Bildung

Wir müssen uns fragen: Wie gebildet sind die Jugendlichen heute? Wie gebildet brauchen wir sie morgen? Was können wir tun, damit sie mit dem Momentum ihrer Neugier nicht in einem Kiesbett aus Lehrkräftemangel, verrottenden Schulen und Studiengebühren auflaufen?

Kultur

Wie drücken Jugendliche sich aus und warum fahren wir ihnen andauernd über den Mund? Wo können sie mit ihren Gruppen und Freundeskreisen sie selbst sein? Wo haben sie den Freiraum, eine Kultur zu schaffen, die ihre Generation in unserem kulturellen Gedächtnis abspeichern wird?

Leben

Wie leben die Jugendlichen heute? Warum haben manche nicht genug zum Leben? Warum leben manche mit Kopfschmerzen, die sie aus der Schule mit nach Hause bringen – anstelle von Vorfreude auf das eigenverantwortliche Leben als Erwachsene?

Wir stellen die richtigen Fragen und finden gemeinsam Antworten!

Tat-Ort: Freiburg

•Das offizielle Junges-Freiburg-Blog

••Die Website von Junges Freiburg

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G-Punkt finden

Lebenshilfe (Folge 2)••

Nie zu finden, wenn man ihn braucht: Der G-Punkt.

Nie zu finden, wenn man ihn braucht: Der G-Punkt.

Ist man ethisch, moralisch und sexuell noch so liberal, kann man sich zu Recht auch für noch so gebildet halten – es gibt Fragen, die wagt man sich einfach nicht offen zu stellen. Dafür gibt es uns.

Schickt uns alles, was euch wirklich bewegt – unter einer Bedingung: Wir sind die einzigen, denen ihr zutraut, es vertraulich zu behandeln und kompetent zu bearbeiten. Wir, das sind Musiknobelpreisträgerin Prof. Dr. Dr. Dipl.-MA Oberstudienrätin Angelika Frühlingsgrün und Psychopathienobelpreisträger Prof. habil. Dr. Dr. Dr. Dipl.-MA Hyperstudienrat Henry Herbstlaub, das Lebenshilfe-Team auf martinjost.eu.

»Wie kann mein Freund meinen G-Punkt finden?«,

fragt Hermeline Oswald aus der Karl-Marx-Straße 17 in Weimar. Nun, da die geschätzte Kollegin Frühlingsgrün, die eigentlich für solchen Weiberkram zuständig ist, gerade ihren dritten Doktor machen ist, versuche ich mal mein Glück mit dieser Frage. (Wozu braucht eine Frau drei Doktortitel? Kochen ist doch keine Wissenschaft.)

Also, Hermi, ich darf doch Hermi sagen?, zunächst muss man sagen, dass die Existenz jenes ominösen G-Pünktchens keineswegs bewiesen ist. Ich zum Beispiel habe meinen Lebtag noch keinen gesehen, sondern nur Gerüchte aufgeschnappt, denen zufolge er grün sein soll.

Hermi, du weißt doch sicher, wie das mit den Bienchen und den Blümchen ist. – Also, wichtig ist in erster Linie dein Blümchen, das ja, und da sind Männer und Frauen sich längst einig, meistens, selten jedoch unter ganz besonderen Umständen, die ihrer Art nach deiner vollen Beachtung und der deines Freundes bedürfen – was in einer gleichberechtigten Partnerschaft, und ich darf doch hoffentlich davon ausgehen, dass dein Freund und du eine solche führen, denn ansonsten wäre da ja etwas ganz und gar nicht in Ordnung, zumal im 21. Jahrhundert, wo ja auch die Biologie und die mit ihr einher gehenden Bereiche der medizinischen Forschung enorme Fortschritte bewerkstelligen, die keineswegs unbeachtet von der Gesellschaft bleiben können und werden, so dass man heutzutage ja glücklicherweise offen über alles sprechen kann. Außerdem solltest du deinen empfindlichen G-Punkt regelmäßig nach Knötchenbildung abtasten, nach Fäulnisreaktionen beschnuppern und mit einem Lineal auf Punktschwund hin untersuchen, nicht zu vergessen die tägliche Punkthygiene (am besten mit einer Selleriezehe).

Ich denke doch, ich konnte dir helfen, Hermi, danke nochmal für deine Frage.

Lebenshilfe (Folge 1): »Zu größeren Brüsten kommen« und die Geschichte hinter der »Lebenshilfe«-Rubrik: hier klicken!

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