Schlagwort-Archive: Creative Nonfiction

📚Alan Weisman: «The World without Us»

Wo gerade wieder die Welt untergeht: Alan Weismans Sachbuch «The World without Us» unternimmt eine Gedankenreise auf eine Erde, von der alle Menschen auf einen Schlag verschwunden sind. Nicht durch Krieg oder eine Naturkatastrophe, sondern – nur mal angenommen! – von heute auf morgen und ohne, dass andere Lebewesen beeinträchtigt werden.

Was würde passieren? Wie lange würde es dauern, bis unsere Häuser einstürzen? Welche Tier- und Pflanzenarten würden sich erholen? Welche würden recht schnell aussterben ohne den Menschen? Wie lange blieben unsere Denkmäler stehen? Würde sich das Klima erholen? Und was plant die Evolution eigentlich als nächstes?

Weisman stellt diese und viel mehr Fragen, auf die wir gar nicht gekommen wären. Die Antwortversuche von Expertinnen und Experten sind mehr oder weniger Spekulation, enthalten aber jede Menge Expertise (auch Smalltalkwissen) über Naturgeschichte und Technik.

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Wie gemacht für den Job als Ikone: Die Doku «RBG» porträtiert Ruth Bader Ginsburg

Die im September 2020 viel zu früh verstorbene Bürgerrechtlerin und Richterin am Obersten Gerichtshof der USA, Ruth Bader Ginsburg, war mit über 80 Jahren noch zur Popfigur geworden.

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Der Woche

Eine ganze Weile überlegen wir schon, an was uns die nackten Nasen erinnern, die manche Leute aus ihren Alltagsmasken 😷 hängen haben. Daran, dass Solidarität nicht selbstverständlich ist, schon klar, aber da ist noch etwas anderes. Wir haben uns so schnell daran gewöhnt, dass Fremde Stoff im Antlitz tragen, dass nackte Haut uns wie eine Obszönität vorkommt. Und obszön ist während der Pandemie auch die Geste der nackten Nase 👃. Jetzt haben wir’s: Erinnert sie in diesen Zeiten nicht an einen gestreckten Mittelfinger mitten im Gesicht 🖕🏻?


Bild der Woche

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Nochmal Rosmarin

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Wusstet ihr, dass Rosmarin nicht nur blüht, sondern seine Blüten auch noch wie die von Mini-Orchideen aussehen? Weiterlesen

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«Space Dogs»: Doku über Moskauer Straßenköter und ihre raumfahrenden Vorfahren

Laika, das erste Lebewesen im Weltraum, und die anderen Hunde des russischen Raumfahrtprogramms, waren auf Moskaus Straßen aufgewachsen. Das wussten wir nicht. Auch sind die Bilder, die man uns seit unserer Kindheit immer wieder von den vierbeinigen Kosmonauten gezeigt hat, eher nach Bekömmlichkeit ausgewählt. Weiterlesen

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New York in den 1920-er-Jahren: Ein Anwalt läuft im New Yorker Hafen von einem Zollbeamten zum anderen und bedrängt sie, sie möchten das Buch beschlagnahmen, das er hat einschmuggeln lassen. Es ist ein verbotenes Buch, so verboten, dass es normalerweise durch die Behörden verbrannt wird.
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von | 14. Oktober 2019 · 09:00

Die Podcast-Reihe «Serial» wird mit hohem journalistischen Aufwand recherchiert, von Radiomachern exzellent produziert und schließlich hervorragend  erzählt. Drei Segnungen des Internets kommen in ihr zusammen: Der Trend zur Serie; der Trend zur literarischen Nonfiction; und das Podcast.

Screenshot: serialpodcast.org. Das Headerbild hat Drew Patrick Miller gemacht. Es stammt von unsplash.com (CC-Zero-Lizenz).

Screenshot: serialpodcast.org. Das Headerbild stammt von Drew Patrick Miller via unsplash.com (CC-Zero).

Die gerade abgeschlossene 2. Staffel erzählt die Geschichte von Bowe Bergdahl. Bergdahl war als US-Army-Soldat in Afghanistan stationiert und überlebte fünf Jahre in Taliban-Gefangenschaft. 2014 wurde er gegen die Freilassung von fünf Guantanamo-Insassen ausgetauscht. Bergdahl hat zugegeben, mit voller Absicht eines Nachts aus seinem Stützpunkt getürmt und in feindliches Territorium spaziert zu sein. Die amerikanische Öffentlichkeit hat nicht die beste Meinung von ihm. Diejenigen, die eine Anklage und Verurteilung als Deserteur fordern, werden ihren Wunsch wohl bekommen. Donald Trump et al. sagen relativ unverhohlen, dass Bergdahl eine standrechtliche Hinrichtung verdient habe. Bowe Bergdahl hat eine gut überlegte Erklärung dafür, warum er damals durchgebrannt ist. Weiterlesen

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von | 3. Mai 2016 · 09:55

Kriegsflüchtling und noch dazu verliebt

Vladimir ist verliebt in Melissa. Er traut sich nicht, Melissa anzusprechen und zu fragen, ob sie seine Freundin sein will. Als wäre das nicht schlimm genug, ist in seiner Heimat Krieg, sein Onkel wird erschossen, seine Großeltern entführt und Vladimir lebt in einem Ungeziefer-geplagten schwimmenden Containerwohnheim in der dänischen Fremde.

Es ist 1992 und Vladimir ist mit seiner Mutter und seinem älteren Bruder auf der Flucht. Zusammen mit hunderten anderen Flüchtlingen aus Bosnien-Herzegowina hoffen sie in Kopenhagen auf Asyl.

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