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Mein Juni auf fudder


Nachtclubgalerie

Eva Schulz, Annika Sandtner, M█████ M███████, Florian Grashorn

Sieben Todsünden in Malerei, Skulptur, Fotografie und Film von Künstlern aus ganz Deutschland – von Freitag bis Sonntag ist die Ausstellung „Sünde 7“ in der Mon Petit Bar im Stühlinger geöffnet. Das Thema „Sünde“ wird präsentiert an einem sündigen Ort – und sicher wird nicht zuletzt Neugier auf das Etablissement Besucher anlocken.
Erschienen am 8. Juni 2011 auf → fudderVorbericht/Feuilleton


Außerdem im Juni auf fudder: Morgensonneglitzern in der StadtPapamobil-FlotilleCafésommerlochAlemannisch schwätzePapst-Ausstellungblindad.de


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Wie weh Menschen Menschen tun können

Martin kuckt «Das weiße Band»

«Das weiße Band» spielt in einem Dorf 1917/18, in alten Häusern, zum Teil in engen niedrigen Katen, die eher Höhlen ähneln als Wohnungen. Die Sets sind ganz in klarem, glattem Schwarzweiß ohne grobe Körnung gefilmt. In einer Zeit, wo Schwarzweiß keine technische Konvention ist, sondern eine Entscheidung, wirkt es prätentiös künstlerisch und betont intellektuell. Michael Haneke nennt in einem Interview mit Jeff Goldsmith (hörbar im Creative Screenwriting Podcast) zwei Gründe für seine Entscheidung, in Schwarzweiß zu filmen: Erstens erleichtere es dem Publikum den Zugang zu einer Zeit, die es zwar von Fotos, aber auch nur ohne Farben kennt und zweitens entfremde es moderne Zuschauer von der Erzählung. Die Erzählung des alten Lehrers dürfe nicht für bare Münze genommen werden, immerhin sagt er selbst eingangs, dass er sich keineswegs an alles richtig erinnern muss. Ingmar Bergmans Weg war in «Fanny und Alexander», einem visuell vergleichbaren Kostümfilm, Szenerien in fahlen Farben naturalistisch zu filmen.

Wir haben also doch ganz gute Schauspieler auf Deutsch, wenn sie ein Drehbuch bekommen, das ihnen erlaubt natürlich zu sprechen (nicht wie in «Tatort») und mit der nötigen Zeit zu spielen.

Michael Hanekes «Das weiße Band» ist ein Stillleben über ein deutsches Dorf 1917 und 1918, in dem die Kindheit unter der Autorität der Alten schmerzt und wo Arbeit noch hart ist. Ein paar Verbrechen finden statt, Menschen werden verletzt und jeder ist mit seinen eigenen Geheimnissen so sehr beschäftigt, dass er nicht mal daran denken kann, sich für die der anderen zu interessieren. Im Voice-Over erzählt uns der ehemalige Dorflehrer von den Ereignissen um die Zeit seiner Verlobung.

Der Erzähler formuliert explizit die Agenda, verständlich machen zu wollen, warum gewisse Gräuel von den Menschen in diesem Land verübt werden konnten. Meint er damit das Heranwachsen der späteren Nazi-Generation unter dem Rohrstock der Väter? Weiterlesen

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Martin hört Alemannisch

Martin Josts Kulturkonsum (3)

Quarktorte, nicht Kaesekuchen

Quarktorte

Freiburg im Breisgau. (mjeu/majo)•• Ich mag Alemannisch sehr. Ich bilde mir ein, ich verstehe es gut, selbst wenn jemand in starkem Dialekt spricht. Ich finde den Klang des Alemannischen sympathisch. Und diese Sympathie ist stetig gewachsen, seit ich in Alemannien lebe – obwohl ich, als ich herzog, noch zu denen gehörte, die es vom Schwäbischen nicht unterscheiden konnten, ja sich nicht einmal bewusst waren, dass es da einige Differenzen gibt. Weiterlesen

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