Schlagwort-Archive: Geschmack

Zweite Chance

bleibe positiv

Bücherregal, 24. Juli 2013

Autoren, mit deren einem Buch ich nichts anfangen konnte (A) bis ich durch die Lektüre eines anderen Buches (B) hinter ihren Humor kam:


Update 20. August 2013: Weiterlesen

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von | 14. August 2013 · 09:00

fudder 2010

MMX

10. Dezember 2010 • Le Gipfel: Als VIP beim Staatsbesuch

9. Dezember 2010 • Terrorgefahr in Freiburg: An den Orten der Angst
(Mit David, Anna-Lena und Fanny)

30. November 2010 • Premiere in Freiburg: So war der Science Slam
(Fotogalerie)

25. November 2010 • Debatte: Die Multifunktionsjacke – warm und trocken statt stylisch und schick!
(Mit Carla & Anna)

19. November 2010 • Theater- und Wissenschaftsprojekt „Wunschkinder“: Wie wollen wir morgen auf die Welt kommen?

19. November 2010 • Nightlife-Guru: Green City Beats mit Claudia Roth in der Jackson-Pollock-Bar

15. November 2010 • Ich war eine Polizeimeldung: Wie es ist, überfallen zu werden


Die Liste meiner Arbeiten für fudder.de füllt sich schneller als erträumt – das kurze Jahr 2010 wandert deshalb heute ins Archiv.

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iPod- und iTunes-Charts 2010

iTunes Playlist mit PlaycountTop 25

Stand: 4. Januar 2011

Ordnungszahl: Chartposition; T: Titel; K: Künstler; C: Playcount (seit 2006); +: Playcounts seit 3. Januar 2010; E: Entdeckt; A: Habe ich das Album?

  1. T: Pachelbel Canon
    K: Marston Smith
    C: 718
    +: 84
    E: Fr*
    A: nein (Forever Cello)
  2. T: Hurricane and Fire Survival Guide
    K: Cloud Cult
    C: 496
    +: 63
    E: A*
    A: ja (Feel Good Ghosts (Tea-Partying Through Tornadoes))
  3. T: See you at the Lights
    K: The 1990’s
    C: 393
    +: 81
    E: Poca*
    A: nein (Cookies) Weiterlesen

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Nighttime Stories //Schnipsel

Nighttime Stories von xkcd.com Weiterlesen

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Martin hört Lady Gaga

Martin Josts Kulturkonsum

Freiburg. (majo) Vor zwei Jahren oder ich weiß auch nicht mehr, wie lange es her ist, habe ich mit einer Kollegin auf Arbeit Radio gehört. Die Arbeit war Krankenwagen fahren und an jenem Tag hatten wir einen Schüler-Praktikanten mit an Bord, der sein BoGy absolvierte. Im Radio lief ein Anfang-der-Neunziger-Techno-Song, der zum popkulturellen Hintergrundrauschen meiner Kindheit gehört hatte. Ich meine, das Lied muss »Rhythm is a Dancer« von Snap gewesen sein, obwohl ich die exakte Version, die im Radio lief, nicht finden konnte. Der Rap war ein anderer.

Meine Kollegin und ich, beide Anfang 20, drehten das Radio sehr laut auf und freuten uns gleichzeitig über den Einschlag aus Trash-Nostalgie. „Hörst du das?“, sagten wir zu unserem Praktikanten, „Das war die Musik unserer Jugend.“ Ich hatte mich vorher selten so alt gefühlt wie in diesem Moment. Seither ständig.

Meine Kollegin fuhr, aber trotzdem war sie irgendwie am Tanzen. In der Rap-Einlage aus dem Song fiel aus heiterem Himmel die Zeile: „Baby I’m serious as cancer…“ und wir hielten haargenau gleichzeitig inne, bekamen große Augen und sahen uns ungläubig an. Offensichtlich war es für uns beide das erste Mal seit unserer Jugend (und seit wir Englisch gelernt hatten), dass wir auf den Text geachtet hatten. Das war ein großartiger Moment.

Das Techno-und-ein-Mädchen-singt-Gekröse aus dem Bodensatz der Neunzigerjahre war für mich immer ein ironischer Gesprächsaufhänger für Gelage und Partys. Vor allem eine ungläubige Erinnerung an eine Zeit, als ich noch keinen Musikgeschmack haben musste, aber die großen Kinder, die sich schon eigene CDs kauften, es besser hätten wissen müssen.

Tja, ich schätze, es ist jetzt keine Erinnerung mehr, oder? Mit Lady Gaga und ihrem Rummelplatzschunkler »Poker Face« ist eine Ära zurück gekehrt.

Rund 15 Jahre! Mehr nicht! Rund 15 Jahre hat es nur gedauert, da wurde Popkultur wieder belebt. Zwischen Klassik und Klassizistik vergingen dazumal noch rund 2000 Jahre. Zwischen Schlaghosen und Schlaghosen immerhin noch drei bis vier Jahrzehnte. Melodische aber kalte elektronische Musik, sinnlose kurze Texte, markante Stimme – zwischen ihrem ersten und zweiten Auftreten vergingen knapp 15 Jahre. Die Wehen kommen in immer kürzeren Abständen. Die Mitmacher der ersten Runde sind beim Recycling der Mode immernoch juristisch Jugendliche. Haben eure Eltern nicht irgendwas Peinliches gemacht, das man aus der Mottenkiste holen kann?

Ich habe mich sofort an »What ist Love« von Haddaway erinnert. Und ich habe es mir zum ersten Mal selbst gekauft. Noch ein Musterbeispiel: »Hold on« von Loft. Das will ich, glaube ich, als Klingelton benutzen. Ich habe es gerade erst entdeckt, als ich alte gerippte Musik auf meiner Festplatte durchsucht habe, die keine id3-Tags abbekommen hat. Ich bin ein dankbarer Nutzer des o2 Music Spy, einem Computer, dem man am Telefon Musik vorspielen kann und er schickt einem per SMS den Titel des Songs, den man nicht namentlich kennt.

Auch sehr cool, diese Woche erst gekauft und wieder gehört und zum ersten Mal den Text verstanden: »Fred come to Bed« von E-Rotic. Leichtfüßiger und weniger düster als die anderen Techno-Schlager, dafür aber eine Sängerin mit Allerweltsstimme. Verhältnismäßig viel Text und richtige Handlung in den Lyrics („Come to bed ’cause my Max had sex with a sexy ex“) und, für mich diese Woche der Sieger in der Kategorie Beste Liedzeile ever:

I tell you Fred
come into my bed
if you don’t
I will call up Fritz“

Und zum Schluss darf ich nicht vergessen, noch die eine CD zu erwähnen, die ich mir in jener Phase meines Lebens gekauft habe: Rednex’ Volkslied-Cover »Cotton Eye Joe« ist der einzig wahre Höhepunkt der ersten Techno-Ära: Ohrwurm, lustig, gut.

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