Schlagwort-Archive: Kommunalwahl

Wählt mich!

Vielen Dank an alle, die wählen gegangen sind.

Danke für die 3912 Stimmen, mit denen ich meinen Platz auf dem Wahlvorschlag halten konnte.

Und viel Glück und Erfolg SAP, der neuen Stadträtin von Junges Freiburg! Weiterlesen

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Bitte geh zur Wahl!

Freiburg. (mjeu/majo) Hallo! Wenn du das hier liest und volljähriger EU-Bürger mit Hauptwohnsitz in Freiburg bist, geh bitte am Sonntag ins Wahllokal und gib deine Stimme für die Kommunalwahl ab! Du musst deine Stimmen von mir aus nicht mal Junges Freiburg oder zumindest nicht sämtlich Junges Freiburg geben. Worum ich dich heute bitten möchte, ist Wahlbeteiligung – deine ganz persönliche Beteiligung an der Kommunalwahl.

Martin Jost

Martin Jost

Wählen ist Luxus

Indem du am Sonntag deine 48 Stimmen abgibst, hältst du deine Demokratie am Leben. Du bist Teil von einem Staat, in dem selbstverständliche Grundrechte so selbstverständlich sind, dass es gar nicht mehr selbstverständlich ist, sich selbst verständlich zu machen, dass für viele Menschen auf der Welt diese Grundrechte nicht selbstverständlich sind. Du darfst zum Beispiel ins Internet schreiben: „Mein Präsident stinkt“ und ganz selbstverständlich brauchst du keine Angst haben, dass als nächstes die Polizei bei dir klingelt und dich ins Gefängnis steckt und foltert bis du stirbst. Andere Menschen auf der Welt leben mit dieser Angst. Die haben auch nicht die Freiheit, die Menschen zu wählen, die über das Ausgeben ihrer Steuern entscheiden – wie du am Sonntag! Oder sich selbst zur Wahl zu stellen, weil sie finden, dass sie besonders zukunftsfähig über Geld ausgeben entscheiden könnten, wenn sie nur dürften – wie ich zum Beispiel.

Mach die Politik nicht bürgerverdrossen!

Natürlich kann man immer noch besser werden und es lohnt, sich zu streiten, ob wir auch Bundespolitik öfter per Bürgerentscheid mitbestimmen sollten und ob Baden-Württembergs Innenminister nicht vielleicht gegen das Grundgesetz verstößt, wenn er gegen die Versammlungsfreiheit vorgeht oder ob sich der Oberbürgermeister nicht zu selten abwählen lässt. Aber ganz ehrlich: Wir leben in einem duften Land und deine Mitbestimmungsmöglichkeiten sind unendlich, wenn du dich rein hängst. Das Mindeste ist, dass du am Sonntag wählen gehst. Wenn die Wahlbeteiligung so armselig wird wie die letzten Jahre, vertreten trotzdem gleich viele Politiker die Bürger. Aber die gewählten Stadträte können sich auf weniger Bürger berufen, von denen sie ihr Mandat haben. Da ist es kein Wunder, dass die Politiker bürgerverdrossen werden.

Kommunalpolitik geht dich am ansten!

Mit der Kommunalwahl entscheidest du am stärksten über die Politik, die dich direkt betrifft. (Ohne zu sagen, dass Europapolitik dich nicht genauso stark betreffen würde.) Wenn dir ein Fahrradweg auf dem Weg zur Schule fehlt oder ein Skateplatz in Freiburg oder eine Wiese, auf der du ungestört Geburtstag feiern kannst, dann hast du nur in der Stadtpolitik die Gelegenheit, das in kurzer Zeit zu ändern – unter anderem durch deine Entscheidung, welchem Kandidaten du deine Stimme gibst.

Deshalb nochmal: Du bist Freiburg! Bitte geh zur Wahl.

Wenn du Martin

Wenn du mich persönlich im Gemeinderat sehen willst, kannst du deine Stimmen mir und den Kandidaten hinter mir geben. So kommen sie unserer ganzen Liste zu gute (Plätze), aber ich habe die Chance, die Bewerber vor mir zu überholen.

PS: Martin wählen

Und wenn du mich jetzt nett findest und gern im Gemeinderat sähst, gib mir doch ein paar von deinen 48 Stimmen. Du kannst jedem Kandidaten bis zu drei Stimmen geben (mehr macht den Stimmzettel ungültig). Ich stehe auf Liste 8 (Junges Freiburg), Platz 5.

• Mehr vom Erklärbär: http://orangenfalter.wordpress.com/2009/04/15/wir-sind-keine-partei-und-basta/

•• Die offizielle Web-Site von Junges Freiburg: www.junges-freiburg.de

••• Das junge Freiburg-Blog: www.orangenfalter.de

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24 Stunden Stand

Du bist Junges Freiburg!

Freiburg. (mjeu/majo) Am 15. und 16. Mai stellte Junges Freiburg unter Beweis, dass es rund um die Uhr für einen Einsatz für mehr Jugendbeteiligung zu haben ist. Von 14:00 Uhr an am Freitag bis 16:00 Uhr am Samstag haben wir mehr als 24 Stunden unseren Wahlkampfstand mit dem Sofa in leuchtendem Orange am Bertoldsbrunnen unterhalten. Fast so lange wie wir war nur der Regen da.

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Wir eröffneten unseren Stand mit der Übergabe von über 2000 Unterschriften an das Büro des Oberbürgermeisters – Unterschriften, die wir mit dem Skatement zusammen für einen Skateplatz in Freiburg gesammelt hatten.

Am Bertoldsbrunnen spielten die Leute am Stand abwechselnd Badminton oder verteilten Flyer, sprachen mit Experten über die Themen Ernährung in der Schule, Platz zum Wohnen und Recht auf Lärm oder sprachen mit Vorbeikommern, die sich gern mal setzen und reden wollten.

Einen Infostand für über 24 Stunden aufzuziehen war ein abartiger organisatorischer Aufwand, aber wir haben es gestemmt und es hat riesig Spaß gemacht.

Die Bilanz umfasst zwei Notrufe (einmal für eine hilflose Person am Freitagnachmittag und dann in der Nacht für ein Mädchen, das ohne Provokation im Bermudadreieck einen hässlichen Schlag auf die Nase bekommen hatte) und zwei gründliche Polizeikontrollen.

Zu seiner Stand-Schicht ab Samstagmorgen 3:00 Uhr kam ausgerechnet der zuverlässige Max zu spät. Nicht, weil er verschlafen hätte, sondern weil die Streifenpolizei ihn auf seinem Fahrrad stoppte. Wo ein 17-Jähriger morgens um 3:00 Uhr mit dem Fahrrad hin wolle und warum er einen Besen und Werkzeug eingeladen hätte, wollten sie von ihm wissen. Seine erste Antwort, „Eine Bombe bauen“, war sicher mit schuld an der langen Dauer der Schikane. Ob sie ihm seine wahre Antwort geglaubt hätten, wenn er sie gleich gebracht hätte: „Ich will auf unserem Wahlkampfstand auf die Sanierungsbedürftigkeit und den Baustellencharakter der Freiburger Schulen aufmerksam machen“?

Zwei zivile Polizisten und ich waren uns fast zur gleichen Zeit am Stand uneinig darüber, ob wir an der Ecke vom Bertoldsbrunnen die ganze Nacht für unsere Wahl in den Stadtrat werben durften. Dumm, dass ich die schriftliche Erlaubnis vom Ordnungsamt gerade nicht vorzeigen konnte. Der Polizist konnte nur zugeben, dass er auch nicht sicher wüsste, ob wir die öffentliche Ordnung stören. Er könne die Kollegen vom Ordnungsamt ja erst Montag erreichen. Wenn sich dann rausgestellt hätte, dass unser Stand einen bußgeldwidrigen Verstoß darstellte, würde ich von ihm hören. In der Erlaubnis, die ich mir mittlerweile selbst durchgelesen habe, steht aber eindeutig: Für die Dauer des Wahlkampfes dürfen wir an unserem Stand täglich werben. Von Uhrzeitbegrenzungen ist mit keinem Wort die Rede.

Abgesehen von der Polizei hatte ich in der Freitagabendschicht mit David von 23:00 bis 03:00 Uhr noch viele interessante Gespräche. Viele Menschen, habe ich festgestellt, reden erst ausdauernd über Politik, wenn sie schon vorgeglüht haben. Das schönste Kompliment, das ich über unsere Wahlplakate gehört habe, hieß: „Eure waren die einzigen, die ich nicht angefackelt oder abgefetzt habe.“ Gleichzeitig lernte ich von belesenen Bermudadreieckpartygängern Theorien über die Gesellschaftsform der Zuknft (Clubismus, eine Synthese aus Sozialdarwinismus und Partyismus) und musste mir die Kritik gefallen lassen, dass wir von Junges Freiburg nicht so aufgeweckt und spontan sind, wie wir manchmal denken: „Macht doch mal was Jugendliches! Kommt, wir gehen was anzünden!“ Ich lehnte dankend ab. Sachen anzünden lässt sich nach meiner persönlichen Auffassung nicht mit nachhaltigem Wirtschaften mit Infrastruktur vereinbaren, wie wir es uns auf die Fahnen geschrieben haben.

• Mehr Bilder vom 24-Stunden-Stand.

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Die Ochsentour


Du bist Junges Freiburg!

Martin muss im Wahlkampf auf Podis. Eigentlich würde er lieber nicht.

Freiburg. (mjeu/majo) Wahlkampf mag ich nicht, weil ihn ganz viele komische und unangenehme Veranstaltungen kennzeichnen, die echter politischer Arbeit nicht ähneln. Meine persönlichen Nemesisse (da fällt mir ein, dass ich den korrekten Plural von Nemesis nicht weiß und ich verlege mich auch zugunsten des Verständnis auf den Begriff:) meine persönlichen Assi-Veranstaltungen heißen Infostand und Podiumsdiskussion. Weiterlesen

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Frühling ruft gar aufdringlich: »Wähl mich! Wähl mich! Wähl mich! Mich!«


Kunst-Stück des Monats

Junges Freiburg

Junges Freiburg (Künstlerkollektiv):/ »Wahlplakat«./ Freiburg, 2009/ Vier Farben und Tapetenleim auf Spanplatte/ Zu sehen in Freiburg noch bis 7. Juni (Open Air)

 

Jetzt prangen sie wieder allüberall: Die Plakate zur Wahl. Weiterlesen

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