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Martin kuckt »Scrubs« (und »Roseanne«)

Freiburg. (mjeu/majo) ►Habe Folge 21 der fünften Staffel von »Scrubs« gesehen. Scrubs, mit seinem schwarzhumorigen Blick auf den Beruf des Arztes und die Tretmühle des Gesundheitssystems, ist so eine Art »House of God« als Serie. Ich fand die Serie immer großartig und ich habe sie genau zur richtigen Zeit kennen gelernt: Als ich in der Rettungshelfer-Theorieausbildung war und nach langen Lerntagen vor dem Fernseher das Erfolgserlebnis genießen konnte, das medizinische Gobbledigock zu verstehen.

Nach der zweiten Staffel, fand ich aber, hat »Scrubs« Momentum verloren. Die grundlegende Idee der PJ- und Facharztausbildung der jungen Ärzte hat sich erübrigt, weil sie fest angestellt sind. Statt eines echten Entwicklungsbogens blubberten viele Soap-Plots vor sich hin und Entwicklungen wurden zum Teil wieder repariert. Die Comedy war oft unterdurchschnittlich. Jetzt, gegen Ende der fünften Staffel wuchert »Scrubs« wieder schlauer mit seinem größten Pfund: über sehr ernste Themen den Humor nicht vergessen.

J.D.s Mentor Dr. Cox fällt in eine Depression und versackt im Trinken. Seine Kollegen leisten ihm alle nacheinander Gesellschaft, aber es ist mutmaßlich J.D.s Zuspruch, der ihm wieder ein Gefühl von Sinn verleiht und einen Grund zu arbeiten.

Thema der Folge ist, wie Menschen Verantwortlichkeit und Zuneigung füreinander entwickeln allein durch die Tatsache, dass sie jeden Tag miteinander arbeiten – auch wenn sie im Alltag, wo es nicht so sehr darauf ankommt, betont distanziert miteinander umgehen.

J.D. erhält schließlich und endlich verdient und verbindlich den Klaps auf die Schulter von seinem Mentor, auf den er schon von Tag 1 an wartet.

»Roseanne« schaue ich auch zur Zeit, wo ich schon bei Sitcoms bin. Meine erste Staffel ist bald alle und das ist schade. »Roseanne« gibt einem das Gefühl, einer Familie beim Alltagen zuzusehen, bei der man sich gern mal an den Frühstückstisch setzen würde.■

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Tat-Ort: Jugend

Freiburg. (mjeu/majo) Die Lebenswelt für die junge Generation besser zu machen ist das Hauptanliegen von Junges Freiburg. Wir glauben, dass sich der Einsatz für mehr Beteiligung von Jugendlichen und von besserer Politik für Jugendliche noch längst nicht erledigt hat. Auch wenn man in Wahlprogrammen von etablierten Parteien und Wählervereinigungen immer wieder Jugendthemen findet und sich Listen mit einem mehr oder weniger jugendlichen Feigenblatt schmücken: Die junge Generation Freiburgs hat keine andere Lobby als Junges Freiburg.
Der Start des neuen Jugend-Beteiligungs-Konzepts mit dem Startschuss für das stadtweite Jugendgremium im Frühjahr 2009 war ein Anfang, doch ein weiter Weg liegt vor uns.

Wenn wir an Jugendliche in Freiburg heute denken, dann denken wir an Bildung, Kultur und Leben.

Bildung

Wir müssen uns fragen: Wie gebildet sind die Jugendlichen heute? Wie gebildet brauchen wir sie morgen? Was können wir tun, damit sie mit dem Momentum ihrer Neugier nicht in einem Kiesbett aus Lehrkräftemangel, verrottenden Schulen und Studiengebühren auflaufen?

Kultur

Wie drücken Jugendliche sich aus und warum fahren wir ihnen andauernd über den Mund? Wo können sie mit ihren Gruppen und Freundeskreisen sie selbst sein? Wo haben sie den Freiraum, eine Kultur zu schaffen, die ihre Generation in unserem kulturellen Gedächtnis abspeichern wird?

Leben

Wie leben die Jugendlichen heute? Warum haben manche nicht genug zum Leben? Warum leben manche mit Kopfschmerzen, die sie aus der Schule mit nach Hause bringen – anstelle von Vorfreude auf das eigenverantwortliche Leben als Erwachsene?

Wir stellen die richtigen Fragen und finden gemeinsam Antworten!

Tat-Ort: Freiburg

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