Schlagwort-Archive: Parodie

Kurze Interviews mit ätzenden Leuten


(1) – Die Frau, die in
Bibliotheksbücher schmiert

Buchseite mit Unterstreichungen
.
Erinnern Sie sich an das letzte Buch, das Sie ausgeliehen hatten?

Das war, glaube ich, eine Sammlung mit Aufsätzen, die ich dann nicht für meine Arbeit gebrauchen konnte.

Haben Sie etwas darin markiert?

Da muss ich überlegen. Ich glaube, es gab einen Artikel, in dem habe ich ein Stückweit gelesen, aber er hielt nicht, was der Titel versprach. Am Anfang habe ich wohl ein paar Sätze unterstrichen, wie ich es immer mache beim Lesen.

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Eingeordnet unter 04 Groschenromane (DO), Blog-Exklusiv, Kurze Interviews mit ätzenden Leuten

Tragödie oder Parodie?

Montag

Wenn eine Stadt etwas auf sich hält, hat sie einen Ghettonetto oder einen Pennerpenny. Freiburg hat jetzt keinen mehr. (→ fudder) Also keinen Innenstadtpenny.

Montagabend so um 23 Uhr fanden sich an der Tür der ehemaligen Penny-Filiale Grablichter und ein Pappschild mit der Aufschrift: „Warum?“ Weiterlesen

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Freiburg ist auch schlimm

Martin Nuschs Reiseführer-Parodie macht 88 deutsche Städte nieder. Auch Freiburg hat seinen eigenen Eintrag. – Gute Idee, wäre aber lustiger gegangen.

Buchcover vor Dauerbaustelle Münster

Martin Nusch • «Der Abreiseführer» • erscheint am 25. April • Carlsen-Verlag 2011 • 192 Seiten, 12,90 €

Freiburg • von fudder.de


Es gibt so Bücher, die hat man noch nie aus dem Regal gezogen seit man sie zu irgend einer Geburtstags-/Abschieds-/Einweihungs-Party geschenkt bekam, bei der ein Gutteil der Abendunterhaltung aus stoßweisem Vortrag von Highlights aus diesem total witzigen Buch bestand. Ohne heitere Meute, Wein und Rosinenpickerei ist das Buch nämlich doch nicht lustig, hat sich herausgestellt. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 03 Martins Meinung (MI), 06 Martin Josts Kulturkonsum, 14 Fudder, Martin liest, Wie Freiburg bist du?

Martinprinzip #2

Martinprinzipien

Martinprinzipien: So leben, Leben gut.

§ 2:

Versprechen sind Verbrechen.

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Martin spielt Train Simulator

MJKK

Screenshot

Martin fährt seinen Diesel-Frachtzug in einen Tunnel kurz vor dem Marias Pass. Es ist das erste Mal, dass ich mir eine Reise vorgenommen habe aufgrund der Landschaften, die ich aus einem Computerspiel kenne. (Screenshot aus Microsoft Train Simulator)

Tübingen. (mjeu/majo) Computerspiele finde ich langweilig. Überhaupt finde ich, dass ich wenig Geduld für Spiele aufbringe. Das könnte ich noch verallgemeinern für Tätigkeiten, die nichts pflegen und keinen Mehrwert hinterlassen außer einem Highscore. Weiterlesen

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Prozess, Teil, Werk

Kunst-Stück des Monats

Freiwehr. (mjeu) Willkommen im Juni! Unsere Reihe Kunst-Stück hat diesen Monat ein grandioses Schmankerl zu bieten: Ein Werk, noch in der Staffelei abgelichtet, von Paul Pretens, in Freiwehr ansässiger Maler. Ein Werkstattbericht sozusagen.

Paul Pretens: »D.I.K.K.« Acryl (Tempera) auf Karton. Freiwehr 2009.

Paul Pretens: »D.I.K.K.« Acryl (Tempera) auf Karton. Freiwehr 2009.

Erdige, jedenfalls warme Grundtöne: Der Hintergrund ist aus Ocker-bis-Orange-Tönen, klare senkrechte Pinselstruktur, den Vordergrund besetzen intensiv blaue Figuren: Quadrate zumeist, aber mit abgerundeten Ecken. Nur auf den ersten Blick sind die alle gleich: manche sind eckiger als andere, manche haben ausgefranste oder verlaufene Ränder, wieder andere haben ein wirbeliges Muster oder der Hintergrundton scheint durch sie hindurch. Sie sind vielfältig, sie sind scheinbar willkürlich angeordnet, durcheinander, aber doch gruppiert, wie es menschliche Gruppen sind. Soziale Quadrate. Sind das wir?

Wenn dem so wäre, wären die rundlichen, welligen blauen Wolken, die nur teilweise und nur in den rechten Ecken ins Bild reichen, das Fremde. Groß und nicht ganz zu sehen, unverstanden. Rund und weich scheinbar, aber gleichzeitig bedrohlich weil mächtig massiv. Die eine Wolke fährt etwas aus, was fast wie ein comichafter Kussmund wirkt. Ist das eine Kontaktaufnahme? Findet Verständigung statt zwischen uns, die wir von den Quadraten symbolisiert werden, und den Wolken? Wohl eher nicht, denn nirgendwo sind die Quadrate eisiger, schärfer und eckiger als wo sie am nächsten an den rundlichen Dingern dran sind.

Ist das Fremde eine große Masse? Es ragt oben rechts und unten rechts etwas ins Bild. Seine Wölbung lässt ahnen, dass der weitaus größte Teil weit außerhalb des Bildes liegt. Aber gehören beide Teile zu ein und demselben Wesen? Oder sind es zwei unterschiedliche? Es ist nicht zu sehen.

Die Transpostmoderne hat das Surreale für sich entdeckt, aber nicht, ohne es voll Aussage zu stopfen.

Das ist abstrakt und doch eindeutig, das ist große Kunst!

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