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Schlaf endlich

Das «Infinite Jest»-Logbuch (7)

Mit Exkursen über Transpostmoderne, Ironisch Brechen und die perspektivische Ehe mit Pamela Anderson.

0049<|>1030. Kapitel 6. Übel riechender Nebel aufgezogen. Alltags unter Deck. Navigationsübungen absolviert. Ganztags starke Dünung. Unerwartet frühe Korrosion besorgt etwas.

Kakerlake Erdal Rex

Das habe ich mit Orin Incandenza gemeinsam: Eine Abscheu gegenüber Kakerlaken, die nur von meiner Abscheu gegenüber Leuten, die „Halli-Hallo-Hallöle“ sagen, übertroffen wird. (Also das mit den Kakerlaken. Wie das mit Orin Incandenza und Leuten ist, die „Halli-Hallo-Hallöle“ sagen, weiß ich jetzt nicht.)

Endlich gute Sprüche. Weiterlesen

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Übern Wintern

Das «Infinite Jest»-Logbuch (3)

Mit Exkursen zu «Wonder Boys», Postmoderne und «Frühlings Erwachen»

0027<|>1052. Kapitel 2. Nacht dunkel; plötzliche Kühle; Schwache Böen und Regenschauer; übrige Weinseligkeit.

Was ich mal

Was ich mal wissen möchte: Woher kommt die Fixation auf das Motiv Wolken in den ganzen englischen Publikationen von und um «Infinite Jest?»

Ein Drogensüchtiger richtet sich zu Hause für Tage langen Rausch ein. Er hat an alles gedacht (das macht die Erfahrung). Alles, was noch fehlt, ist die Dealerin. Weiterlesen

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Martin kuckt »Lawrence of Arabia«

MJKK

Martin kuckt Lawrence of Arabia

»Lawrence of Arabia«
von David Lean ist ungefähr der »Buddenbrooks«* unter den Filmklassikern: Lang, episch und man muss spüren, wann man dafür bereit ist. Weiterlesen

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Martin kuckt »Scrubs« (und »Roseanne«)

Freiburg. (mjeu/majo) ►Habe Folge 21 der fünften Staffel von »Scrubs« gesehen. Scrubs, mit seinem schwarzhumorigen Blick auf den Beruf des Arztes und die Tretmühle des Gesundheitssystems, ist so eine Art »House of God« als Serie. Ich fand die Serie immer großartig und ich habe sie genau zur richtigen Zeit kennen gelernt: Als ich in der Rettungshelfer-Theorieausbildung war und nach langen Lerntagen vor dem Fernseher das Erfolgserlebnis genießen konnte, das medizinische Gobbledigock zu verstehen.

Nach der zweiten Staffel, fand ich aber, hat »Scrubs« Momentum verloren. Die grundlegende Idee der PJ- und Facharztausbildung der jungen Ärzte hat sich erübrigt, weil sie fest angestellt sind. Statt eines echten Entwicklungsbogens blubberten viele Soap-Plots vor sich hin und Entwicklungen wurden zum Teil wieder repariert. Die Comedy war oft unterdurchschnittlich. Jetzt, gegen Ende der fünften Staffel wuchert »Scrubs« wieder schlauer mit seinem größten Pfund: über sehr ernste Themen den Humor nicht vergessen.

J.D.s Mentor Dr. Cox fällt in eine Depression und versackt im Trinken. Seine Kollegen leisten ihm alle nacheinander Gesellschaft, aber es ist mutmaßlich J.D.s Zuspruch, der ihm wieder ein Gefühl von Sinn verleiht und einen Grund zu arbeiten.

Thema der Folge ist, wie Menschen Verantwortlichkeit und Zuneigung füreinander entwickeln allein durch die Tatsache, dass sie jeden Tag miteinander arbeiten – auch wenn sie im Alltag, wo es nicht so sehr darauf ankommt, betont distanziert miteinander umgehen.

J.D. erhält schließlich und endlich verdient und verbindlich den Klaps auf die Schulter von seinem Mentor, auf den er schon von Tag 1 an wartet.

»Roseanne« schaue ich auch zur Zeit, wo ich schon bei Sitcoms bin. Meine erste Staffel ist bald alle und das ist schade. »Roseanne« gibt einem das Gefühl, einer Familie beim Alltagen zuzusehen, bei der man sich gern mal an den Frühstückstisch setzen würde.■

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Nerd Night

Martin Josts Kulturkonsum

Martin kuckt: StarTrek 11

Freiburg. (mjeu/majo) Die Veranstaltung heißt »Männerabend« und zeigt jeweils an Mittwochen einen Ballerfilm im Cinemaxx für ab acht Euro. Besondere Features des Männerabends sind, dass es im Kino auffällig schlecht riecht, dass bei guten Sprüchen applaudiert wird und dass man ein Bierfass gewinnen kann.

Ich habe »StarTrek« in solch einer Männerabend-Vorführung gesehen. Drei Stunden später lief derselbe Film in der Sonderveranstaltung »Preview«. Dass die Preview nach der Premiere kommt, ist vermutlich ein um die Ecke gedachter Hint auf das Zeitreisethema aus dem Film. Dass »StarTrek« unter der Überschrift »Männerabend« läuft, ist nicht zu erklären. Das Publikum, das der Film anzieht, sind doch die Typen, die schon in der Schule immer von richtigen Kerlen verkloppt wurden. Sie heißen Nerds. Und ich finde, sie brauchen ihren eigenen Programmabend. Wer zur »Nerd Night« kommt (Freitags ab 15:00 Uhr), kann nach Gusto mit Lindendollars oder Föderationsdukaten bezahlen. Er erhält ein Plüschtier an der Kasse und bekommt zwei Becher Blutwein oder aber zwei Päckchen Ahoibrause zum Preis von einem. Der Film wird im Kino mit Audiokommentar des Regisseurs gezeigt. Das Licht bleibt an, damit keiner Angst kriegt. Aus demselben Grund dürfen Muttis umsonst mit. Von jedem Sitz aus kann man den Film mit einer Pause-Taste anhalten und dann kurz über die Popkultur-Referenzen reden, die man entdeckt hat. Ein Zwei-Stunden-Film dauert dann leicht sechs. Chips und Cola werden an den Platz gebracht, Urinflaschen ausdrücklich nicht. Dafür gibt es ja die Pause-Taste.

Liebes Cinemaxx, ich freue mich auf die erste Nerd-Night.

Zur offiziellen Website des StarTrek-Films geht es hier.

Was ich von dem Film eigentlich hielt? Hier findest du meine  Star-Trek-11-Rezension. (Leser meiner Publikation TREKpage (1996–2000) werden das Layout wieder erkennen: Das Dokument lässt sich ausdrucken und in die bestehende Sammlung der Serie »star trek 1–∞« einordnen.)

Aber SPOILER ALERT: Ich verrate wichtige Details über die Handlung in der Kritik.

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