Schlagwort-Archive: Review

📚Alan Weisman: «The World without Us»

Wo gerade wieder die Welt untergeht: Alan Weismans Sachbuch «The World without Us» unternimmt eine Gedankenreise auf eine Erde, von der alle Menschen auf einen Schlag verschwunden sind. Nicht durch Krieg oder eine Naturkatastrophe, sondern – nur mal angenommen! – von heute auf morgen und ohne, dass andere Lebewesen beeinträchtigt werden.

Was würde passieren? Wie lange würde es dauern, bis unsere Häuser einstürzen? Welche Tier- und Pflanzenarten würden sich erholen? Welche würden recht schnell aussterben ohne den Menschen? Wie lange blieben unsere Denkmäler stehen? Würde sich das Klima erholen? Und was plant die Evolution eigentlich als nächstes?

Weisman stellt diese und viel mehr Fragen, auf die wir gar nicht gekommen wären. Die Antwortversuche von Expertinnen und Experten sind mehr oder weniger Spekulation, enthalten aber jede Menge Expertise (auch Smalltalkwissen) über Naturgeschichte und Technik.

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«StarTrek: Discovery» Folge 3×01: Wir warten

Wir fragen uns seit zwei Staffeln: Wann wird «StarTrek: Discovery» einen Ton treffen, der Figuren und Erzählung gerecht wird? Und zwar nicht nur zufällig hier und da, sondern souverän und verlässlich?

Am 16. Oktober 2020 ist die 3. Staffel mit der Folge »That Hope is You, Part 1« auf Netflix gestartet und wenn wir sie als Indiz nehmen dürfen, ist es in Season 3 leider immer noch nicht so weit. Die Episode ist überladen mit Klischees, fremdschämigem Pathos und sperrigen Dialogen à la:

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«Space Dogs»: Doku über Moskauer Straßenköter und ihre raumfahrenden Vorfahren

Laika, das erste Lebewesen im Weltraum, und die anderen Hunde des russischen Raumfahrtprogramms, waren auf Moskaus Straßen aufgewachsen. Das wussten wir nicht. Auch sind die Bilder, die man uns seit unserer Kindheit immer wieder von den vierbeinigen Kosmonauten gezeigt hat, eher nach Bekömmlichkeit ausgewählt. Weiterlesen

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🏛️Ausstellung «Mykene» im Badischen Landesmuseum Karlsruhe

Hat wieder niemand mitgeschrieben?

«Mykene: Die sagenhafte Welt des Agamemnon» heißt die aktuelle Ausstellung im Badischen Landesmuseum Karlsruhe, die noch bis 2. Juni läuft. Mykene ist das alte Griechenland, aber noch bevor es das war, was wir uns unter dem Alten Griechenland vorstellen.
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Gedrucktes (52)

Umta-umta-umta-dei-Mudder-ufftata


„Deine Mutter“: Hip-Hop von der Marching Band „Moop Mama“

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Es gibt einen Trend im Land: Junge Bläser erkunden für die Blasmusik ungewöhnliche Stilrichtungen in Marching-Band-Formationen. Sie schreiben eigene Songs, vergolden Hits; sie spielen unangekündigte Guerilla-Gigs und vor vollen Hallen; sie nehmen Alben auf und werden auf YouTube populär. Heute stellen wir Ihnen „Moop Mama“ vor.
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Erster Eindruck: „Blassportgruppe“ für zehn Jahre Jüngere. Statt Michael Jackson und Nineties-Rock spielen „Moop Mama“ scharfkantigen Hip-Hop. Musik wie Text sind dabei voller Zitate. Skater-Style und Hip-Hop-Habitus tragen sie weniger ironisch auf als die „Blassportgruppe“ ihre Bolzplatz-Leibchen. „Moop Mama“ wirken in ihrem Genre mit Liebe verankert. Ihre erste CD heißt „Deine Mutter“, die Tour „Deine Mutter ihre Tour“.

Gedruckt in der «blasmusik» • Ausgabe September 2012

Gedruckt in der «blasmusik» • Ausgabe September 2012

„Rap ist meine Geliebte / Sie schläft in meinem Bett / Aber zahlt keine Miete“, singt Keno Langbein im Track namens „Geliebte“. Er ist ein „Master of Ceremonies“ (MC) der alten Schule. Langbein kann freestylen, das heißt: zum Beat in Echtzeit ins Mikrofon reimen. Spontan improvisierte Texte wie aus dem Maschinengewehr. Beim Konzert auf dem Freiburger Zelt-Musik-Festival – dem ersten Freiburgbesuch der Münchner Band – steigt er hin und wieder von der Bühne und macht einen Rundgang durchs Spiegelzelt. Foppt die Sitzgäste, die an der Seite an ihren Tischen was trinken, statt auf der Tanzfläche zu schwitzen. Macht sich über die einschläfernde Wirkung des Bieres lustig – alles spontan gereimt und gerappt. „Moop Mamas“ Texte drehen sich um Liebe und um Hip-Hop selbst. Und um die Liebe zum Hip-Hop. Sie werden aber auch politisch: Weiterlesen

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Gekucktes

2010: Kurze Meinungen
über Filme

martinJost.eu • via @gekucktes auf Twitter

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8 Mile:

40 Days and 40 Nights:

82nd Academy Awards:

Annie Hall:

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Gekucktes

– Schnelle Meinungen über Filme

November + Dezember 2009 • via @gekucktes auf Twitter

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2012:

Cruel Intentions:

Dr. Strangelove or, how I stopped worrying and learned to love the Bomb:

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