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Nachtschicht – oder: Das kleine Aufschieben

Selbstversuch: Wie man sein Studium beendet (2)

Freiburg • martinJost.eu

Pfingstmontag

Das geht ja gut los: Freitag, spätestens Samstagmorgen wollte ich Folge Zwei meines Selbstversuchs über das Entkommen aus der Prokrastination fertig haben. Es wird Montagnacht werden, also zweieinhalb Tage später als geplant. Mit dem kleinen Essay, den ich meinem Endlich-was-fürs-Studium-machen-Blog eigentlich voranstellen wollte, bin ich auch nicht fertig geworden.

Das war so: Am Donnerstagabend fiel meine Stresskurve rapide ab. Freitag und Samstag habe ich durch absurd exzessives Langschlafen Schlaf nachgeholt. Aber ich war auch auf Geburtstagsfeiern. Dann Sonntag. Sonntag mache ich aus Prinzip nichts.

Das hätte auch funktionieren können: „Ich lese noch, bis die Kerze alle ist, und dann mache ich mich an die Arbeit.“

Heute ist Feiertag und damit so eine Art Sonntag, also mache ich heute eigentlich auch nichts. Außer Kultur konsumieren: Ich habe an diesem langen Wochenende endlich mal wieder am Stück Filme auf DVD geschaut (in Videoabenden und daheim), was auf lange Sicht unabdingbar ist für mein Seelenheil. Ich habe philosophische Videopodcasts geschaut. Und meine Festplatte von ihrer dysfunktionalen Überfüllung befreit.

Ich habe auch gelesen. Wobei ich zutreffender sagen sollte: durch Bücher gezappt. Ich habe im Moment große Lust auf Lesen, aber nicht die Geduld für ein einzelnes Buch. Ich bemühe mich, wenigstens bis zum Ende des jeweiligen Kapitels bei einem zu bleiben, aber dann schlage ich schon ein anderes auf. Die meiste Strecke (seitenmäßig) habe ich in diesen dreien absolviert: Weiterlesen

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter 05 Wochenende (FR), Fertig werden, Selbstversuchung

50 mal »alma*« auf Uni-TV

Martin empfiehlt Podcasts

Freiburg. (mjeu/majo) »alma*« (wie in alma mater) nennt sich das Magazin von Studenten für Studenten, das im Uni-TV-Programm auf dem Kanal von TV Südbaden zu sehen ist. Die knapp zehnminütigen Sendungen sind auch als Video-Podcast erhältlich. Im April erschien Folge 50.

Mit Unterstützung des New-Media-Centers der Universitätsbibliothek erstellen Studenten Bildbeiträge über das Leben in Freiburg und rund um die Universität. Manchmal gibt es Interviews mit Prominenten zu sehen, die in Freiburg aufgetreten sind oder kleine Reportagen stellen ehrenamtlich oder kulturell engagierte Freiburger Studenten vor.

Pro Monat gibt es nur eine neue Sendung und die einzelnen Ausgaben sind seit dem Start des Programms rapide kürzer geworden. Öfter als nicht sind die Beiträge schlecht gesprochen und häufig kommt der Learning-by-Doing-Aspekt noch in der Mache der Sendungen zum Ausdruck. Unabhängig davon sind viele Beiträge schon Monate im Schnitt gewesen, bevor sie abgeschlossen und Teil der Sendung werden.

Aber als Fernsehsendung, in der Freiburger regelmäßig in Stichproben Einblick in das Leben im Dunstkreis der Uni erhalten, ist »alma*« einzigartig. Und dafür, dass es bloß in einem Spartenkanal im Kabel läuft, ist die Zahl der erreichten Zuschauer verhältnismäßig groß: Als ich in Folge 8 von Dezember 2005 zu sehen war, wie ich auf Radio Dreyeckland »Fausto – Das Uni-Theater-Magazin« moderierte, wurde ich überraschend oft von Arbeitskollegen und Fremden angesprochen, die mich gesehen hatten. Das hängt mit TV Südbadens Ausstrahlungspraxis zusammen, dank derer einzelne Sendungen tagelang stündlich wiederholt werden, so dass jeder Zapper mit Kabelfernsehen früher oder später darüber stolpern muss.

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