Über den Umgang mit unentschlossenen, faulen und phlegmatischen Leuten

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Faule und phlegmatsiche Menschen müssen ohne Unterlaß getrieben werden, und da doch fast jeder Mensch irgend eine herrschende Leidenschaft hat, so findet man zuweilen Gelegenheit, durch Aufrührung derselben solche schläfrige Geschöpfe in Bewegung zu setzen.
Es gibt unter ihnen solche, die bloß aus Unentschlossenheit die kleinsten Arbeiten jahrelang liegen lassen. Auf einen Brief zu antworten, eine Quittung zu schreiben, eine Rechnung zu bezahlen – ja! das ist eine Haupt- und Staats-Aktion, zu welcher unbeschreibliche Vorbereitungen gehören. Bei ihnen muß man zuweilen würklich Gewalt brauchen, und ist das schwere Werk einmal überstanden, dann pflegen sie sich recht dankbar zu bezeugen, so übel sie auch anfangs unsre Zudringlichkeit aufnahmen.“

— Knigge, Adolph Freiherr: Über den Umgang mit Menschen.
Erster Teil, Drittes Kapitel, 11.

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von | 2. November 2013 · 10:41

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