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Interview with Cyrus Farivar

“Better Ways of Thinking
About Data Protection”

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Das Interview habe ich via E-Mail mit Cyrus geführt. Eine deutschsprachige, etwas kürzere Fassung erscheint auf fudder.de.

Martin Jost: How is the fact that security agencies collect and evaluate metadata from practically all electronic communication channels perceived in the US?

Cyrus Farivar: I think most (non tech-savvy) people are either unaware or don’t care. I think the prevailing attitude is: „I have nothing to hide, so what’s the big deal?“ This makes me sad, as I don’t think most people realize what the implications of this are, and how this is such a huge departure from what’s been done/has been possible in the past. That being said, Congress recently aggressively questioned Department of Justice officials this past week, so maybe at least they can change the government’s behavior.

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„Jetzt weiß man, dass es überall passieren kann“

Wieder ein Amoklauf. Wieder eine Tragödie. Wieder eine Debatte über Waffengesetze und der Versuch, zu verstehen und zu verhindern, dass Menschen so ausrasten können. 2002 gab es in Erfurt den ersten Amoklauf „amerikanischen“ Ausmaßes in Deutschland. Damals ging ich selbst noch in der Nachbarstadt Weimar zur Schule. Thorsten Büker von der Thüringischen Landeszeitung (wo ich zu der Zeit als freier Mitarbeiter schrieb) interviewte mich nach dem Ereignis. Schon so früh – an dem Wochenende direkt nach dem blutigen Freitag – standen der strukturelle Druck, der von unserem Schulsystem ausging, und das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern im Mittelpunkt der Debatte.
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TLZ-Interview

Hier. Nicht
in Amerika.

Schultag nach dem Blutbad:
„Wenn ihr ein Problem habt, sprecht es bitte an“

Von Thorsten Büker

Weimar. (tlz) Montag: Für Mädchen und Jungen in Weimar beginnt die neue Schulwoche. Und doch ist seit der Schreckenstat an dem Erfurter Gutenberg-Gymnasium der Schulalltag in weite Ferne gerückt, denn diese Tat wird das Verhältnis von Schülern, Lehrern und Eltern auf Monate hinaus bestimmen. Die TLZ unterhielt sich gestern mit Martin Jost. Der 17-Jährige ist Schüler des Schillergymnasiums und will im nächsten Jahr sein Abitur machen.

Thüringische Landeszeitung (TLZ) vom 29. April 2002. »Hier. Nicht in Amerika« von Thorsten Büker

Thüringische Landeszeitung (TLZ) vom 29. April 2002. »Hier. Nicht in Amerika« von Thorsten Büker*

Wie war der Start in die Woche unter dem Eindruck dieser Bluttat?

Um 8:05 Uhr war die Schweigeminute für die Schulen. Alle Klassen und die Lehrer haben sich auf dem Schulhof versammelt. Wir wurden informiert, dass heute in erster Linie über die Tat in Erfurt gesprochen werden soll. In den Klassen, mit den Lehrern.

War das Bedürfnis vorhanden, darüber zu reden? Oder fühltet ihr euch bereits wortleer?

Nein. Schon vorher wurde nur darüber geredet, das Bedürfnis war enorm. Ein Lehrer, der gleich in der ersten Stunden seinen normalen Unterricht abgespult hätte, hätte keine Aufmerksamkeit gehabt. Wir konnten am Wochenende die Informationen aufnehmen, konnten mit Eltern und Freunden reden. Aber mit denen, die es betrifft, nämlich mit Schülern und Lehrern, hatte man noch nicht reden können.

Was dominierte in den Gesprächen? Hilflosigkeit über eine Tat, die das Fassungsvermögen übersteigt?

Nein. Vielleicht eher das Gegenteil. Lehrer haben konkret gesagt, dass wir uns jetzt nicht lähmen lassen dürfen. Was mir auffiel, war, dass es zunächst nur um persönliche Empfindungen ging. Und später wurde es hinhaltlich: Wo liegen die Probleme? Was stört uns an der Schule? Wo kommt der Stress her? Was kann man anders machen?

Wie haben die Lehrer reagiert?

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Einsatzkräfte in Titisee-Neustadt

„Entscheidend ist,
wie die Helfer das Unglück erleben“ –
Fragen an Michael Steil

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Zur Person: Michael Steil hat langjährige Einsatzerfahrung im Rettungsdienst und in der Freiwilligen Feuerwehr. Er ist Bundeskoordinator für Psychosoziale Notfallversorgung des Deutschen Roten Kreuzes, Leiter PSNV für Freiburg und den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, sowie seit vielen Jahren organisationsübergreifend für die Koordination der Einsatzkräftenachsorge in Feuerwehren und Rettungsdiensten zuständig. Er ist Diplom-Theologe, Caritaswissenschaftler, Mediator und Systemischer Berater. Im Juli 2009 gründete er in Freiburg das Netzwerk PSNV.

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Herr Steil, wie geht es den Betroffenen des Unglücks in Neustadt jetzt schlimmstenfalls?

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Kurze Interviews mit ätzenden Leuten (2)


Anspielung is klar, ne?

Interview mit dem Typ,
der nie spurtreu abbiegt

Unbeirrbare Fahrbahnmarkierung
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Sie hätten gerade beinahe einen Unfall gebaut. Wie fühlen Sie sich?

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Kurze Interviews mit ätzenden Leuten


(1) – Die Frau, die in
Bibliotheksbücher schmiert

Buchseite mit Unterstreichungen
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Erinnern Sie sich an das letzte Buch, das Sie ausgeliehen hatten?

Das war, glaube ich, eine Sammlung mit Aufsätzen, die ich dann nicht für meine Arbeit gebrauchen konnte.

Haben Sie etwas darin markiert?

Da muss ich überlegen. Ich glaube, es gab einen Artikel, in dem habe ich ein Stückweit gelesen, aber er hielt nicht, was der Titel versprach. Am Anfang habe ich wohl ein paar Sätze unterstrichen, wie ich es immer mache beim Lesen.

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Interview mit Cyrus Farivar

Netz + Kultur = ?

Freiburg • Martin Jost • für fudder.de

Porträt Cyrus Farivar

Via: cfarivar auf Flickr • Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0

Technologiejournalist Cyrus Farivar hat im Mai sein erstes Buch «The Internet of Elsewhere» veröffentlicht. Für seine Reportagen hat der Iran-stämmige Kalifornier vier Nationen außerhalb der „westlichen Welt“ besucht: Iran, Senegal, Südkorea und Estland. Ich habe ihn gefragt, was passiert, wenn das Internet auf Politik und Gesellschaft trifft und ob die Deutschen paranoider sind als andere Kulturen. Weiterlesen

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Samenspenden in die eigene Hand genommen

Interview mit Ed Houben

Der Niederländer Ed Houben hat mindestens 75 Kinder. Er begann mit dem Samenspenden aus der Überzeugung, dass liebevolle Familien Kinder bekommen sollten. Inzwischen organisiert er seinen Einsatz auf einer eigenen Website selbst. Am Sonnabend, 21. Mai tritt er auf dem Freiburger Wunschkinder-Kongress auf und diskutiert auf verschiedenen Podien.

Bechermethode.

Ed, spendest du deinen Samen um Geld zu verdienen?

Ed Houben: Nein. In den Niederlanden gibt es auch kein Geld von Samenbanken für Spenden. Ich habe immer aus Überzeugung gespendet. Es gibt Menschen, die liebevoll sind und sich ein Kind wünschen und die gute Eltern wären. Sie wollen einem neuen Leben eine Chance geben. Das soll nicht am Samen scheitern.

Nebenbei wollte ich nie einem Kind erklären müssen, was ich mit den paar Euro für seine Zeugung gemacht habe. Ein menschliches Leben lässt sich doch nicht mit drei Kästen Bier vom Aldi aufwiegen! Deswegen habe ich es auch seit ich privat spende immer so gehalten, dass ich es unentgeltlich mache.

Warum organisierst du deine Samenspenden jetzt auf eigene Faust? Weiterlesen

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