13 Gründe, warum folgende Jahreszeiten sich gepflegt mal ins Knie ficken können: Frühling, Sommer.

Schneestuhl

  1. Zecken.
  2. Insekten.
  3. Hautkrebs.
  4. Typische Gerüche: Schweiß, Gärung, Verwesung.
  5. Es ist grundsätzlich zu warm. Gegenüber dem Winter, während welchem ich jede Temperatur durch Anziehen regulieren kann, komme ich bei Plusgraden schnell an meine Grenzen. Irgendwann kann ich nichts mehr ausziehen, aber wärmer wird es trotzdem.
  6. Die vermaledeite Hitze nimmt uns unsere Jacken ab. Ohne so eine praktische Jacke mit vielen Taschen muss ich jedes Mal eine große Tasche mitnehmen um kurz raus zu gehen. Und den iPod in eine Hosentasche stecken, woraufhin sich sein Kabel garantiert mit Umhängetasche oder Rucksatz verfitzen wird.
  7. Ich schwitze unter Rucksack. Überhaupt kann ich schuldlos schwitzen. Im Sitzen immer noch schwitzen, obwohl ich penibel jede Anstrengung vermieden habe, ist abstoßend. Der Mensch sollte sich nicht selbst riechen oder mit seinen Gliedern an sich kleben bleiben müssen.
  8. Es ist grundsätzlich zu hell. Es soll morgens dunkel sein, damit ich spüre, dass ich früh aufgestanden bin, und es soll abends dunkel sein, damit ich spüre, dass Feierabend ist. Sonne spiegelt auf dem Fernseher. Bei Dunkelheit wäre das Bild besser. Außerdem mag ich manchmal Kerzen brennen sehen und wenn es hell ist, fetzt das nicht.
  9. Es ist grundsätzlich zu laut draußen. Menschen bleiben nicht zu Hause, sondern sitzen im Freien rum und saufen und grölen rum. Das stört beim Schlafen, genau wie die Hitze und das Licht.
  10. Meine Stadt ist voll. Zu viele Leute draußen. Überall stehen welche im Weg. Weil Menschen raus gehen, obwohl sie da überhaupt nichts verloren haben. Um des Herausgehenswillen. Überflüssig. Nur so, weil Hautkrebs1 wieder scheint. Indem die Leute raus gehen ohne geschäftig zu sein, ohne ein Ziel anzusteuern oder etwas Bestimmtes zu tun zu haben, bewegen sie sich auffällig langsam oder schlendern oder gehen hin und her oder sitzen herum oder bleiben im Weg stehen. Das soll aufhören.
  11. Essen hält sich nicht. Milch wird sauer, Obst verfault, Gemüse schimmelt, Butter ranzt und Saft vergärt. Alles innert kürzester Zeit. Glück ist, wenn es nicht schon auf dem Weg vom Einkauf nach Hause verdirbt.
  12. Immer außer Winter: Das Gefühl, nicht genug zum Atmen zu haben; mich verkriechen und nicht mehr von der Welt gesehen werden wollen; Ruhe haben wollen vor allen; ins Dunkle, Kalte wollen; fürchten, dass mir die Augen herausfallen; zu vertrocknen; das Gefühl, dass meine Haut giftig ist, mich abstößt und zugleich das Gefühl, die die Haut sich zusammenziehe, verkleinere und mich immer enger einschnüre; mir die Haut herunter kratzen oder ausziehen wollen; das Gefühl, auszulaufen (ohne Allergietabletten). Nur austauschbar gegen das Gefühl, nie mehr richtig wach zu sein; schlafen wollen; nicht denken wollen; als wäre eine Glaswand zwischen mir und allem; als wäre ich in Watte; das Gefühl, dass alle anderen schneller denken als ich; das Gefühl, dass ich alles zu spät merke; das Gefühl, ständig Fehler zu machen (mit Allergietabletten).
  13. Irgendwas mit Fußball ist meistens im Sommer.

Auch noch:


Aktualisiert (Grund Fußball neu; Schliff am Text; zweimal zwei Gründe zusammengeführt) am 7. Juni 2014. Davor:
Aktualisiert (Grund 14) am 28. April 2012.

2 Kommentare

Eingeordnet unter 03 Martins Meinung (MI), Blog-Exklusiv, Wie Freiburg bist du?

2 Antworten zu “13 Gründe, warum folgende Jahreszeiten sich gepflegt mal ins Knie ficken können: Frühling, Sommer.

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