Archiv der Kategorie: Kulturgeschichte der Neunziger

Es wird Zeit für dieses Jahrzehnt, dass es mal aufgearbeitet wird.

Der Woche

Welchen Monat haben wir heute? Im Ernst, welche Jahreszeit ist gerade, also gefühlt? Hat Corona euch auch so durcheinander gebracht? Wir haben viele Erinnerungen an die Zeit ab dem sagen wir mal 15. März, als sich über Nacht so viel verändert hat in unserem Alltag. Mehr, als wir für möglich gehalten hätten. Gleichzeitig sind diese Wochen der #Corontäne aus unserem Zeitgefühl gelöscht. Wir sind währenddessen vom Frühling zum Sommer gewechselt, haben Ostern gefeiert, haben den Balkon sprießen sehen, haben viel gekocht und noch mehr gegessen, haben neue Spaziergänge entdeckt, neue Bücher gestapelt und unsere Routinen verändert, aber unbewusst haben wir die Zeit nicht mitgeschrieben. Es kann doch nicht allen Ernstes Mitte August sein? Es war doch gerade erst Frühjahr? Jetzt hilft uns der Strom aus Fotos auf unserem Telefon bei der Suche nach der verlorenen Zeit („Der Marmorkuchen! Das war ja auch zu Corona! Ach und Pfingsten! Das auch!“) Wie geht es euch damit? Ging die Corontäne für euch auch so schnell rum? Im Rückblick? Währenddessen? Kam sie euch lang vor? Oder seid ihr noch mittendrin? Das Kommentarfeld unter diesem Artikel ist hungrig.


Bild der Woche

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Frühstück!

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R.I.P. Hans-Jochen Vogel

Ich arbeite in einem Büro im Münchner Kulturzentrum Gasteig und im Flügel der Philharmonie nebenan findet heute die Trauerfeier für Hans-Jochen Vogel statt. Ich habe Hans-Jochen Vogel nicht gekannt, aber ich kann doch eine Geschichte erzählen, die mich mit ihm verbindet: Vor gut drei Jahren haben wir telefoniert. Meine Begegnung über Draht bestätigt das Bild, das viele Nachrufe von ihm gezeichnet haben: von einem, der die Dinge kompromisslos gründlich bis ins Detail angeht.

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Früher war alles Zettel

„cit – campus info tower“ ist vielleicht nur Bullshit-Sprech für ein überschätztes Bücherregal für Werbematerialien. Komplett mit Freiburgs most random Briefkasten.

„cit – campus info tower“ ist vielleicht nur Bullshit-Sprech für ein überschätztes Bücherregal für Werbematerialien. Komplett mit Freiburgs most random Briefkasten.

Wenn man ältere Leute fragt, wie sie früher all das auf die Reihe gekriegt haben, was uns Heutigen unlösbar erscheint, sobald mal kurz das Internet ausfällt, lautet die Antwort meistens: Zettel. Wie habt ihr ein Buch in der Bibliothek gefunden? – Zettelkasten. Wie habt ihr eure auf der Schreibmaschine getippte Diplomarbeit strukturiert? – Zettelkasten. Und wie habt ihr eine Mitfahrgelegenheit gefunden? – Nun, dafür gab es einen ganz besonderen Zettelkasten im Ergeschoss des KG III. Weiterlesen

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von | 17. März 2014 · 20:47

Sprachnutznachkuck

Hausorthografiehandbuch und Styleguide für martinJost.eu

Version: Beta • 12. Januar 2014


Rechtschreibung

Es gilt auf martinJost.eu die reformierte deutsche Rechtschreibung, die 1998 in Kraft trat, mit gut begründeten Ausnahmen. Wir sind insonderheit ein Freund wohl gesetzter Archaismen, aber auch in der Frage der Getrenntschreibung liberal.
Beispiele: Hier wird ‚kucken‘ mit ‚k‘ geschrieben, weil man es so spricht. Analog ‚röbsen‘.
‚martinJost.eu‘ wird mit Binnenmajuskel geschrieben, ebenso «StarTrek».


Zahlen

Alle einsilbigen Zahlen und die Sieben werden als Wort geschrieben.

Ordnungszahlen werden in der Regel ausgeschrieben.
Beispiele: Der erste Polizist, der am Unfallort eintraf; der Zweite Vorsitzende. („Zweite“ hier groß, weil Teil einer Pöstlebezeichnung und damit eines Eigennamens.)


Typografische Auszeichnungen

Kotztuete

Zum Beispiel zum Kotzen: Internationale Kotztüte, ca. 2000. (Cave: Bindestriche sind keine Gedankenstriche; Ausführungsstriche müssen so rum: “.)

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Halloween ist nicht die Pest

Martin (links) begeht Halloween.

Martin (links) begeht Halloween.

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Alle Jahre wieder: Kostümpartys, Kürbisschnitzen, im Kino lauter Horrorfilme und überall Antiamerikanismus. Überall? Nein, nicht bei fudder-Autor Martin. Für ihn kann es nicht genug Feiertage geben. Wann Halloween jetzt genau aus den USA auf uns kam, findet er dabei nebensächlich.
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Martins Wörterbuch: Bummisand

Búm|mi|sánd, der: seltener Sand, der sich nur unter hohem Aufwand aus einer Mine, die bis tief in die Sandkiste reicht, fördern lässt. B~ ist hellgelb oder goldfarben bis blond und feucht. Als Verzierung von Sandburgen fällt er weniger auf, nachdem er an der Luft getrocknet ist und stark an Leuchtkraft verliert, sich aber immer noch farblich vom grauen →Oben-Sand abhebt. Weiterlesen

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So funktioniert eine gute Verschwörungstheorie

Freiburg • fudder.de • Martin Jost

An der Uni Freiburg fand an diesem Wochenende eine Konferenz über Verschwörungstheorien statt. Organisator Michael Butter erzählt, warum ihre Erforschung lohnt, welche Länder die besten Verschwörungstheorien haben und er verrät das Rezept für eine gute Verschwörungstheorie.
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